San Diego Australisches Kriegsschiff erreicht Hafen mit zwei toten Walen am Rumpf

Biologen vermuten, dass es sich um ein Weibchen mit Kalb gehandelt haben könnte: In Kalifornien sind an einem australischen Zerstörer zwei Walkadaver entdeckt worden. Die Marine gibt sich zerknirscht.

Die Gewässer vor Südkalifornien zählen zu den meistbefahrenen Seewegen der Welt, der Hafen von San Diego spielt für die Versorgung des ganzen Bundesstaates eine wichtige Rolle. Allerdings ist das Seegebiet auch Rückzugsort für große Meeressäugetiere. Nun wurden am Rumpf eines Kriegsschiffs im Marinehafen von San Diego zwei tote Wale entdeckt.

Die Tiere hingen an der fast 150 Meter langen HMAS »Sydney« fest, einem Zerstörer der australischen Marine. Das berichten Medien in Australien, sowie der US-Sender  CNN Demnach handelt es sich bei den verendeten Säugetieren um Finnwale, die zweitgrößte Walart überhaupt. Das größere der beiden Tiere war rund 20 Meter lang, das andere knapp acht Meter. Vermutet wird, dass es sich um ein Weibchen und sein Kalb gehandelt haben könnte.

»Die Marine nimmt die Sicherheit von Wassersäugetieren sehr ernst, und wir sind sehr niedergeschlagen wegen dieses Vorfalls«, heißt es in einer Mitteilung der australischen Streitkräfte. Das Schiff befindet sich demnach seit April in den Gewässern, um Manöver mit der verbündeten US-Marine durchzuführen. Die Wale seien erst nach dem Anlegen des Schiffs im Hafen von San Diego entdeckt worden.

Zwischenfälle mit Schiffen kommen öfter vor

Finnwale stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten. Durch exzessive Jagd war die Art einst fast ausgestorben. Heute leben wieder geschätzt 3200 der Wale vor der US-Westküste. Unfälle mit Schiffen gehören dabei heutzutage zu den größten Bedrohungen für die Säuger.

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Der Sender 10News San Diego  zitiert den Biologen John Calambokidis vom Cascadia Research Collective in Washington. »In den meisten Fällen merkt die Schiffsbesatzung gar nicht, dass sie einen Wal gerammt hat.«

Seiner Einschätzung nach sind Finnwale wegen ihrer enormen Größe besonders gefährdet. Zudem ruhten sich die Tiere oft nahe der Wasseroberfläche aus. Vor der Westküste der USA würden jedes Jahr mehrere Unfälle gemeldet, die Dunkelziffer sei jedoch vermutlich deutlich höher.

jok
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