Satellitenbild der Woche Panoramablick aufs Silicon Valley

Grün, grau, blau - die Region um die Metropolregion San Francisco ist geprägt von Kontrasten. In den satten Farben von Wasser und Wald gehen Städte beinahe unter.


USGS/ ESA
"Belle of the Bay", "Schönheit der Bucht", wird San Francisco liebevoll genannt. Aus der Luft wirkt die Stadt an der Nordspitze der San-Francisco-Halbinsel allerdings eher wie eine karge Wüste, umgeben von sattem Grün. Aufgenommen hat sie der Esa-Erdbeobachtungssatellit "Landsat 8" am 5. März 2015.

Aufnahmen wie diese werden genutzt, um zu beobachten, wie sich die Landnutzung mit der Zeit verändert. Am Dienstag soll zum weiteren Ausbau des Beobachtungsprogramms der erste "Sentinel 2"-Satellit der Esa ins All gebracht werden.

Auf der "Landsat 8"-Aufnahme ist San Francisco südlich des Eingangs zur Bucht, dem Golden Gate, zu erkennen. Wer genau hinschaut, kann die 1937 fertiggestellte Golden Gate Bridge als feine weiße Linie erkennen. Die Brücke muss laufend instand gesetzt werden, unter anderem, um Erdbeben trotzen zu können.

Die gibt es in Kalifornien zur Genüge. Die San-Andreas-Verwerfung, die im Bild in der Ecke oben links beginnt und diagonal Richtung Süden verläuft, bildet die Grenze zwischen der Nordamerikanischen und der Pazifischen Platte. Jährlich verschieben sich die Platten etwa sechs Zentimeter gegeneinander, wobei die Pazifische Platte nach Norden und die Nordamerikanische, auf der San Francisco liegt, nach Süden wandert.

Erst Wald, dann Beton

Anhand des Bildes ist deutlich zu erkennen, dass die Gegend vielfältig genutzt wird: Im Norden, Osten und Westen der Bucht sind dicht besiedelte Stadtgebiete zu erkennen. Zwischen San Francisco und San José südlich der Bucht liegt das Silicon Valley. Das urbane Grau wird immer wieder durch kleine Grünflächen und Parks unterbrochen.

Um die Metropolregion herum wächst dichter Wald, Hügel ragen empor. Oben rechts im Bild sieht man quadratisch angelegte Felder - je nachdem, was angebaut wird, erscheinen sie vom Weltall aus grün oder braun. Oben in der Mitte sind die verzweigten Deltas des Sacramento River und des San Joaquin River zu erkennen. Von Sedimenten braun gefärbtes Wasser fließt in die Bucht von San Francisco.

jme



insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
westerwäller 20.06.2015
1. Bedenklich die nahe Bebauung am Meer ...
Bei einem Anstieg des Meeresspiegels um 30m ist für die meisten Leute dann Land unter. In Deutschland sind wir da schon etwas weiter: Nur an der Küste bauen wir so nahe ans Meer heran. Im Binnenland und in den Mittelgebirgen nicht ...
fritzihansi 20.06.2015
2. Grandiose Einsicht!
Zitat von westerwällerBei einem Anstieg des Meeresspiegels um 30m ist für die meisten Leute dann Land unter. In Deutschland sind wir da schon etwas weiter: Nur an der Küste bauen wir so nahe ans Meer heran. Im Binnenland und in den Mittelgebirgen nicht ...
Ach was trifft man doch im Internet für clevere Typen. Ich wäre von alleine nie darauf gekommen, dass man im Binnenland oder in den Mittelgebirgen nicht nahe ans Meer bauen kann. Aber auch andere Länder sind soweit wie wir in D. Selbst in der USA sind die mitttlerweile so schlau und bauen nicht nahe am Meer. So z,B. in den Staaten Nevada, Utah, New Mexico, Colorado und vielen anderen. :-) ;-) :-)
minsch 20.06.2015
3.
Das mit dem Binnenland ist in weiten Teilen Norddeutschlands bei einem Anstieg von 30 m egal: Dann existieren einige Binnendünen, Endmoränen aus der Eiszeit, hier und da auch einmal ein Mittelgebirge, als Insel oder Halbinsel weiter, aber bspw. in Hamburg kann man dann Hochseefische fangen, wenn man bereit ist, das Risiko einzugehen, ständig seine Netze zu verlieren, weil die am Michel, der Alsterphilharmonie und vielen anderen Gebäuden, dann als Unterwasserruinen tätig, hängen bleiben. Leider konnte ich keine Karte mit Höhenlinien von Norddeutschland im Netz finden, aber bei dreißig Meter macht die heutige Unterscheidung von Küste und Binnenland nur noch wenig Sinn, denn dann liegt die Küste mitunter hundert und mehr Kilometer weiter landeinwärts, jedenfalls wenn man die heutigen Küstenverläufe zugrunde legt. Und viele heutige Inseln werden dann nur noch Unterwassergebirge sein. Aber irgendwie ist das dann auch nicht unbedingt das ganz große Problem: Norddeutschland kann dann eventuell nach Grönland oder gar Antarktika umziehen, denn ohne Eis ist da dann wohl einiges wärmer: Und mit den eigensüchtigen Bayern keinen gemeinsamen Staat mehr zu haben, ist auch nicht das schlechteste, nicht wahr Herr St. Florian Seehofer.
westerwäller 20.06.2015
4. Ihnen ist schon klar, dass ...
Zitat von fritzihansiAch was trifft man doch im Internet für clevere Typen. Ich wäre von alleine nie darauf gekommen, dass man im Binnenland oder in den Mittelgebirgen nicht nahe ans Meer bauen kann. Aber auch andere Länder sind soweit wie wir in D. Selbst in der USA sind die mitttlerweile so schlau und bauen nicht nahe am Meer. So z,B. in den Staaten Nevada, Utah, New Mexico, Colorado und vielen anderen. :-) ;-) :-)
... Nevada, Utah, New Mexico, Colorado usw. viel weiter südlich liegen, als Deutschland und deswegen nicht vergleichbar sind?
Stefan_G 20.06.2015
5. zu #1
Zitat von westerwällerBei einem Anstieg des Meeresspiegels um 30m ist für die meisten Leute dann Land unter. In Deutschland sind wir da schon etwas weiter: Nur an der Küste bauen wir so nahe ans Meer heran. Im Binnenland und in den Mittelgebirgen nicht ...
Kann man -zumindest für das Binnenland- so nicht sagen, in Oldenburg, Bremen, Lüneburg, Güstrow und Neubrandenburg haben auch Leute gebaut. Das liegt alles deutlich weniger als 30 m über NN.
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