Satellitenbild der Woche Hurrikan-Rennstrecke zur Karibik

Hurrikane haben Hochsaison: Unentwegt fegen die Wirbelstürme über den Atlantik. Alle Sturmbremsen scheinen derzeit außer Kraft: Fast jeder Wolkenwirbel wächst sich zu einem Hurrikan aus, in Mittelamerika herrscht fast ununterbrochen Alarm.
Hurrikan-Serie: "Karl", "Igor" und "Julia" ziehen nacheinander über den Atlantik

Hurrikan-Serie: "Karl", "Igor" und "Julia" ziehen nacheinander über den Atlantik

Foto: Noaa Handout/ dpa

Ein Wirbelsturm nach dem anderen rast derzeit über den Atlantik. "Karl" wütete bereits in der Karibik, "Igor" trifft möglicherweise in Kürze dort ein, und "Julia" kommt gleich hinterher. Es ist Hurrikansaison: Das Meer ist warm genug, um die Wirbelwinde mit Energie zu versorgen. Hurrikane entstehen, sobald eine 50 Meter dicke Wasserschicht mindestens 26,5 Grad Celsius erreicht.

Mit Ostwind aus Afrika gelangen die Stürme über den Atlantischen Ozean. Der Wind gerät auf seinem langen Weg in Schwingung, bildet Tausende Meter hohe Luftwellen. Beim Anstieg kühlt die feuchtwarme Luft ab. Wenn der Dampf zu Wolken kondensiert, setzt die Luft Energie frei, die den Aufwärtssog weiter antreibt. Um das Zentrum des Sturms schießt immer mehr Luft nach oben, die Erddrehung zwingt die Wolken in eine Rotation.

Wie stark die Wirbel beschleunigen, hängt davon ab, ob sie ungestört übers Meer kommen: Scherwinde zerfleddern Hurrikane, Staubstürme und kühle Meeresströmungen bremsen den Aufstieg der Luft. Wenn ein Wirbelsturm längere Zeit über kühleres Wasser driftet, stirbt er.

Derzeit sind die Sturmbremsen offenbar außer Kraft, fast jeder Wolkenwirbel wächst sich zu einem Hurrikan aus. In Mittelamerika besteht fast ununterbrochen Hurrikan-Alarm.

boj
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.