Satellitenbild der Woche "Irenes" Geschwister nehmen Fahrt auf

"Irene" bestürmt die Küste der USA - und schon sind weitere Wirbel im Anmarsch: Über dem Atlantik wachsen Wolkenzellen, die zu Hurrikanen anschwellen könnten. Sie nehmen gerade Fahrt auf.

REUTERS//NASA/NOAA GOES Project

Hurrikane haben Hochsaison: Der tropische Atlantik ist warm genug, dass die Wirbelstürme entstehen können - sie ziehen ihre Energie aus dem Ozean. Hurrikane entstehen, sobald eine 50 Meter dicke Wasserschicht mindestens 26,5 Grad Celsius erreicht.

Mit Ostwind aus Afrika ziehen die Stürme Richtung Amerika. Die Luft gerät auf ihrem Weg in Schwingung, bildet Tausende Meter hohe Wogen. Beim Anstieg kühlt die feuchtwarme Luft ab. Kondensiert der Dampf zu Wolken, setzt die Luft Energie frei, die den Aufwärtssog weiter antreibt. Um das Zentrum des Sturms schießt immer mehr Luft nach oben, die Erddrehung zwingt die Wolken in eine Rotation.

Wie stark die Wirbel beschleunigen, hängt davon ab, ob sie ungestört übers Meer kommen: Scherwinde zerfleddern Hurrikane, Staubstürme und kühle Meeresströmungen bremsen den Aufstieg der Luft. Wenn ein Wirbelsturm längere Zeit über kühleres Wasser driftet, stirbt er.

Derzeit scheinen die Sturmbremsen außer Kraft, "Irene" wurde in den letzten Tagen immer stärker. Jetzt zittern die Bewohner in Mittelamerika und den USA vor ihren Nachfolgern. Noch ist unklar, ob auch sie zu Hurrikanen werden - allerdings werden sie größer, wie die Nasa meldet. "Irenes" Geschwister nehmen Fahrt auf.

boj



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