Satellitenbild der Woche Salzseen im Wüstenofen

Der Süden Irans ist geprägt von bizarren Landschaften. Inmitten gewaltiger Gebirgszüge, in denen es kaum regnet und fast nichts gedeiht, liegen zwei große Salzseen. Auf Satellitenbildern bieten sie einen faszinierenden Anblick.
Bakhtegan-See: Nur schmale Landstreifen trennen ihn vom Taschk-See (oberer Bildrand)

Bakhtegan-See: Nur schmale Landstreifen trennen ihn vom Taschk-See (oberer Bildrand)

Foto: JAXA / ESA

Über Jahrmillionen hinweg hat der Regen Mineralien aus dem Gebirgsgestein ausgewaschen und in den Tashk-See gespült. Doch für das Gewässer im Süden Irans in der Provinz Fars gibt es keinen Abfluss. So erstarrt der See förmlich in Salz - inmitten der vegetationslosen Bergregion Sagros. Südlich des Taschk-Sees erstreckt sich eine zweite salzige Zunge durch das Becken: Der Bakhtegan-See (im Bild zu sehen) ist Irans zweitgrößter See.

Doch die wahre Schönheit der Bergwüste Irans offenbart sich erst beim Blick aus dem All: Wie große geschliffene Diamanten mit ringförmigen Strukturen präsentieren sich die Salzseen. Wie eine aktuelle Aufnahme des japanischen Erdbeobachtungssatelliten "Alos" zeigt, quillt das durch Sedimente verfärbte Salz in dunklen Flecken an die Oberfläche.

Der Bakhtegan-See wird vornehmlich vom Fluss Kur gespeist, während in den Taschk-See der Überlauf der Sümpfe im Westen sowie das Wasser aus einer großen Quelle im Nordosten fließt. Eigentlich trennen schmale Landstreifen die beiden Seen voneinander, doch der starke Regenfall der letzten Jahre führt dazu, dass sie eines Tages miteinander verschmelzen könnten.

Ganz anders sah es in der jüngeren Vergangenheit aus: Zwischen 1934 und 1971 bekam das Land kaum Regen ab, so dass die Seen fast komplett zu einer Salzöde erstarrten. Lediglich die Sumpfregionen in der Nähe der Quellen blieben vom Vertrocknen verschont.

Für Tiere sind die iranischen Seen dagegen eine wichtige Oase: Mehr als 20.000 Wasservögel versammeln sich auf ihren langen Flugrouten an den Seen. Im Winter brütet eine Vielzahl von Vögeln an den Ufern. Die beiden Seen und das dazwischenliegende Sumpfgebiet gehören zum Nationalpark Bakhtegan.

cib
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