Nasa-Bild der Woche Die Arktis wird grün

Im kalten Norden Amerikas sprießen auf einmal Pflanzen. Ein Nasa-Bild zeigt die Entwicklung eindrücklich.
Veränderung der Vegetation der letzten 29 Jahre: Grün = mehr Pflanzen; Braun = weniger Pflanzen.

Veränderung der Vegetation der letzten 29 Jahre: Grün = mehr Pflanzen; Braun = weniger Pflanzen.

Foto: NASA's Goddard Space Flight Center/Cindy Starr

Das nördlichste Amerika wird grüner. Teile der arktischen Tundra ähneln mittlerweile Landschaften in wärmeren Gefilden. "Der Trend zum Grün ist unzweifelhaft", sagt Nasa-Forscher Jeffrey Masek.

Knapp ein Drittel des Untersuchungsgebietes (siehe Karte) sei grüner als vor 29 Jahren, nur drei Prozent hätten Vegetation eingebüßt. Das zeigten die Aufnahmen der "Landsat"-Satelliten.

Ursache sei der Klimawandel: Die Arktis, das ist bekannt, erwärmt sich schneller als die meisten Regionen der Erde. Im Gefolge der Erwärmung habe sich die Vegetationsperiode verlängert, berichten die Gelehrten.

Grünes Europa

Schwerpunkte des Wandels seien die Tundra in Westalaska, die Nordküste von Kanada, sowie die Tundra von Quebec und Labrador im Osten Kanadas.

Der Trend zum Grün ist weltweit, in der Arktis aber besonders stark: Die Welt sei in den vergangenen Jahrzehnten erheblich grüner geworden, berichteten Forscher jüngst. Eine Grünfläche doppelt so groß wie die USA sei seit 1982 hinzugekommen.

Auch Europa liegt im Trend: Mehr Wald, dafür weniger Landwirtschaft lassen den Kontinent blühen.

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