Satellitenbild der Woche Es grünt so grün in der Wüste

In der Wüste bauen die Saudis Getreide, Obst und Gemüse an - die dafür benötigte Flüssigkeit pumpen sie aus Grundwasservorkommen nach oben. Satellitenbilder aus den vergangenen Jahrzehnten zeigen, wie die trockene Landschaft erblüht ist.

NASA/ GSFC

Fruchtbare Felder mitten in der Wüste - die Saudis haben im trockenen Norden des Landes dem Boden einiges abgetrotzt. Satellitenaufnahmen aus den vergangenen Jahrzehnten dokumentieren das Projekt, wie die US-Weltraumbehörde Nasa berichtet.

In der Region in der syrischen Wüste - die sich trotz ihres Namens auch über einen Teil Saudi-Arabiens erstreckt - fallen pro Jahr nur wenige Zentimeter Regen. Viel zu wenig, um Landwirtschaft zu betreiben.

Aber tief unterm Wüstenboden finden sich Wasserreserven, die zum Teil noch aus der letzten Eiszeit stammen. Sie werden momentan angezapft. Wie viel Grundwasser sich unterm Wüstenboden befindet, lässt sich nicht genau sagen. Forscher schätzen aber, dass es für die kommenden 50 Jahre ökonomisch praktikabel ist, diese Grundwasserreserven über sogenannte Kreisberegnungsanlagen auf die Felder zu leiten. Sind die Wasservorkommen erschöpft, wird der Anbau von Getreide, Obst und Gemüse in dem Gebiet wohl nur noch schwer möglich sein.

Die Aufnahmen aus den Jahren 1987, 1991, 2000 und 2012 zeigen wie sich das Land durch die Bewässerung von unten verändert hat.

Da die drei "Landsat"-Satelliten, die die Bilder geschossen haben, neben dem reflektierten Licht unter anderem auch Infrarot messen, sind die Farben nicht ganz echt: Gesunde Vegetation erscheint grün auf den Bildern, Bereiche mit vertrockneten Pflanzen orange. Unfruchtbarer Boden ist durch ein dunkles Rosa gekennzeichnet. Die Stadt Tubarjal am oberen Bildrand erscheint violett. Die Felder sind jeweils etwa einen Kilometer breit.

wbr



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