Schmutzige Orte 10 Dalnegorsk und Rudnaya Pristan, Russland

Mehr als sieben Jahrzehnte Bleiproduktion haben die beiden Städte im Osten Russlands vergiftet. Im Blut ihrer Einwohner finden Ärzte massiv überhöhte Konzentrationen des Schwermetalls - und wie man die Verschmutzung wieder loswerden könnte, ist völlig offen.

Die Städte Dalnegorsk und Rudnaya Pristan im fernen Osten Russlands leiden unter der Belastung einer Bleimine und einer Bleihütte, die dort seit 1930 betrieben wurde - ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Bewohner. Im Blut von Kindern, die in den Städten aufwuchsen, finden sich acht bis 20 Mal höhere Bleikonzentrationen, als es die in den USA gültigen Höchstgrenzen zulassen würden.

Blei, Cadmium, Quecksilber sowie Antimon verschmutzen die Umwelt um die Industrieanlagen herum und bedrohen die Gesundheit von 90.000 Menschen. Nachdem die Umweltschützer des Blacksmith Institute eigene Messwerte über die Bleivergiftung der Bevölkerung veröffentlicht hatten, wurden Mine und Hütte geschlossen. Einen Plan zur Dekontaminierung gibt es bislang nicht.

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