Schottland Raubsaurier im Loch Ness gefunden

Am Ufer des Loch Ness ist ein Rentner über die fossilen Wirbel eines Raubsauriers gestolpert. Nessie-Fans, die das legendäre Seeungeheuer für real halten, sehen sich durch den Fund bestätigt.


Finder McSorley, Fossil: Beweis für die Existenz der Bestie?
REUTERS

Finder McSorley, Fossil: Beweis für die Existenz der Bestie?

Im Hochsommer haben Meldungen über das Ungeheuer von Loch Ness schon Tradition. Diesmal bestreiten jedoch selbst seriöse Forscher nicht, dass im schottischen See die Überreste einer echten Bestie aufgetaucht sind. Das Monster, über das der "Daily Telegraph" am Mittwoch berichtete, ist allerdings seit geschätzten 150 Millionen Jahren tot.

Der Zeitung zufolge stolperte der Pensionär Gerald McSorley, 67, am seichten Ufer des Sees über vier versteinerte Rückenwirbel eines so genannten Plesiosaurus. Dieser über zehn Meter lange, im Wasser lebenden Raubsaurier mit Flossen, langem Hals und kleinem Kopf muss nach Angaben von Experten in grauer Vorzeit dort gelebt haben, wo sich heute Loch Ness befindet.

"Der Plesiosaurus entspricht genau dem Bild, das die Leute vom Ungeheuer von Loch Ness haben", räumte Lyall Anderson, Kuratorin am Schottischen Nationalmuseum in Edinburgh, dem Blatt gegenüber ein. Nessie-Enthusiasten gehen gleich einige Schritte weiter: Sie werten das Fossil, das angeblich sogar Blutgefäße erkennen lässt, als ersten Beweis für die Existenz der sagenhaften Bestie.

Das Fisch fressende Riesenreptil müsse sich bis in unsere Tage erhalten haben, meinen die Monstergläubigen. Bislang haben jedoch selbst aufwendige Expeditionen mit Unterwassermikrofonen und Hightech-Sonar nie einen Hinweis darauf erbracht, dass Schottlands wichtigste Touristenattraktion etwas anderes sein könnte als eine liebevoll gepflegte Legende.

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