Schwarzeneggers "Wasserstoff-Highway" Hasta la vista, Benzin

Der "Gouvernator" will rollende Dreckschleudern terminieren: Bis 2010, verfügte Arnold Schwarzenegger, soll in Kalifornien ein flächendeckendes Netz von Wasserstoff-Tankstellen entstehen.

"Es kann nur einen geben", muss sich Arnold Schwarzenegger gedacht haben, als er in einem wasserstoffgetriebenen Toyota Highlander über den Campus der University of California rollte. Zwar war der Hühne bisher nicht als Schwerter schwingender Unsterblicher auf der Kinoleinwand aufgetaucht, doch hat er sich nun zu einem einsamen Kampf entschlossen, dessen Ende eine Ewigkeit auf sich warten lassen könnte: Schwarzenegger, seines Zeichens Gouverneur von Kalifornien, will Autos mit Wasserstoffmotor zu einer Alltagserscheinung in seinem Staate werden lassen, der bekanntlich in den Auto-verrückten USA liegt.

Bereits in sechs Jahren, kündigte Schwarzenegger an, werde es in Kalifornien ein flächendeckendes Netz von Wasserstoff-Tankstellen geben. Der "Gouvernator" machte zugleich deutlich, dass dies keine leeren Worte sind: Er unterzeichnete medienwirksam eine Verordnung, welche die zuständigen Behörden verpflichtet, mit Privatunternehmen und Forschungsinstituten den Aufbau des Tankstellennetzes voranzutreiben. Sogar Steuererleichterungen oder Subventionen würde er nicht scheuen, sagte Schwarzenegger.

Die Industrie äußerte sich zunächst skeptisch: Die 200 Tankstellen, die Schwarzenegger plane, würden rund 100 Millionen Dollar verschlingen. Der Ex-Schauspieler aber sieht darin kein Hindernis: Die umweltschonende Technologie sei verfügbar und alltagstauglich. Nun sei es an der Regierung, ihr zum Durchbruch zu verhelfen.

Autohersteller haben in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen, dass Autos, deren Motoren auf Basis von Wasserstoff betrieben werden, nicht nur machbar, sondern auch alltagstauglich wären. Eines der Haupthindernisse für ihre Einführung war jedoch bisher das fehlende Tankstellennetz.

Die Hersteller verfolgen bei der Verwendung von Wasserstoff im Straßenverkehr unterschiedliche Ansätze: Manche, wie etwa BMW, lassen flüssigen Wasserstoff in Ottomotoren verbrennen. Die meisten aber, wie DaimlerChrysler oder Opel, setzen auf Autos mit Elektromotoren: Die beziehen ihren Strom aus Brennstoffzellen, die aus der chemischen Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff Energie gewinnen.

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