Sensation in Indonesien Sumatra-Nashorn bringt Junges in Gefangenschaft zur Welt

Experten sprechen von einem Jahrhundertereignis: Naturschützer freuen sich in Indonesien über die Geburt eines Sumatra-Nashorns in Gefangenschaft. Die Tiere zählen weltweit zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Arten.

Sumatra-Nashorn Ratu: Das zwölfjährige Rhinozeros brachte einen kleinen Bullen zur Welt
AP

Sumatra-Nashorn Ratu: Das zwölfjährige Rhinozeros brachte einen kleinen Bullen zur Welt


Medan - Ein Sumatra-Nashorn-Weibchen hat am Samstag in Gefangenschaft ein Junges zur Welt gebracht, wie Widodo Ramono, Sprecher des Way Kambas Rhinozeros-Reservats auf der Insel Sumatra, erklärte. In den vergangenen hundert Jahren habe es nur drei Fälle gegeben, in denen Sumatra-Nashörner in Gefangenschaft Nachwuchs bekommen hätten. "Ratu" habe ein männliches Baby zur Welt gebracht, sagte Ramono. Mutter und Kind seien wohlauf.

Das kleine und behaarte Sumatra-Nashorn, das mit zwei Hörnern ausgestattet ist, zählt zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten. In den vergangenen 20 Jahren ging die Population stark zurück - inzwischen leben in Südostasien Schätzungen zufolge weniger als 200 Sumatra-Nashörner in Freiheit. Sie sind Opfer von Horndieben, aber vor allem Opfer der Zerstörung ihres Lebensraumes.

Das Sumatra-Nashorn ist daher zum Symbol für den Kampf gegen die massive Abholzung des Regenwaldes in Indonesien geworden. Nach Angaben von Umweltschützern werden jedes Jahr zwei Millionen Hektar Wald in Indonesien abgeholzt. Das entspricht sechs Fußballfeldern pro Minute. Auf den freien Flächen wird überwiegend Palmöl angebaut, mit dem der steigende Bedarf an Biokraftstoff gedeckt werden soll.

dkr/AFP



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