Deutschland Wo 2021 die meisten Blitze einschlugen

Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland etwa 491.000 Mal geblitzt – und damit deutlich häufiger als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte aller Blitze gab es binnen eines einzigen Monats.
Blitze entladen sich im Juni 2021 am Nachthimmel über dem bayerischen Grasbrunn

Blitze entladen sich im Juni 2021 am Nachthimmel über dem bayerischen Grasbrunn

Foto: Matthias Balk / dpa

Der bayerische Landkreis Starnberg ist Spitzenreiter – zumindest, wenn es um die höchste Blitzdichte geht. Nirgendwo in Deutschland blitzte es im vergangenen Jahr häufiger. So steht es in dem Siemens Blitzatlas 2021, der am Montag veröffentlicht wird.

Laut dem Ranking kommt Starnberg auf 7,6 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer. Und lässt damit den zweitplatzierten Stadtkreis Augsburg deutlich hinter sich. Der kommt auf 5,9 Blitze pro Quadratkilometer.

Auf dem dritten Rang liegt der baden-württembergische Bodenseekreis (ebenfalls 5,9). Er ist der einzige nicht bayerische unter den zwölf blitzreichsten Kreisen und Städten.

Auf Länderebene liegt Baden-Württemberg dennoch mit einer Blitzdichte von 2,61 an der Spitze vor Bayern, das mit 2,18 Blitzen pro Quadratkilometer auf Rang zwei kommt. Dahinter folgen Schleswig-Holstein und Hamburg mit 1,67 und 1,66. Bundesweiter Durchschnitt waren 1,4 Blitze pro Quadratkilometer.

Wo es am seltensten blitzte – und wann am häufigsten

Wer Angst vor Blitzen hat, war vergangenes Jahr in Solingen am besten aufgehoben: Mit 0,18 Blitzen pro Quadratkilometer gab es hier im Verhältnis die wenigsten Einschläge. Auch Brandenburg an der Havel mit 0,20 und der Stadtkreis Bremen mit 0,26 waren 2021 ausgesprochen blitzarm. Auf Bundeslandebene traf es Bremen, Sachsen-Anhalt und das Saarland im Verhältnis zu ihrer Größe am seltensten.

Insgesamt stieg 2021 in Deutschland die Zahl der Blitze im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Viertel auf etwa 491.000. Jeder elfte davon schlug am 29. Juni ein, dem blitzreichsten Tag in Deutschland. Damals hatten Unwetter in Teilen der Bundesrepublik zu schweren Schäden geführt. Insgesamt schlugen mehr als die Hälfte aller Blitze im vergangenen Jahr im Juni ein.

Die Blitze werden mithilfe von rund 160 miteinander verbundenen Messstationen in Europa gemessen. Obwohl zwischen den Sensoren bis zu 350 Kilometer liegen, können die Blitzeinschläge damit auf bis zu 50 Meter genau ermittelt werden.

Im Video: So ist es, wenn man – gut geschützt – vom Blitz getroffen wird

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Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit seinen 1,4 Blitzen pro Quadratkilometer auf Rang 18 von 43 Ländern. Die höchsten Blitzdichten gab es vergangenes Jahr in Bosnien-Herzegowina, Slowenien und Montenegro. Die niedrigsten in Irland, Norwegen und dem Vereinigten Königreich.

aar/dpa
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