Schmuggelfund in Singapur Knapp neun Tonnen Elfenbein sichergestellt

Jährlich werden Tausende Elefanten getötet und deren Stoßzähne nach Asien verfrachtet. Jetzt machten Ermittler einen riesigen Fund.

Elfenbeinfund in Singapur
AFP / National Parks Board

Elfenbeinfund in Singapur


Die Sicherheitsbehörden in Singapur haben bei einer Durchsuchung 8,8 Tonnen Elfenbein sichergestellt. Es ist der größte Fund, der international bisher gemacht wurde.

Wie die BBC berichtete, haben die entdeckten Stoßzähne schätzungsweise einen Wert von 12,9 Millionen US-Dollar. Sie stammen von 300 afrikanischen Elefanten. Ebenso sichergestellt wurden 11,9 Tonnen Pangolin-Schuppen, die zu 2000 Säugetieren gehören sollen.

Die Behörden entdeckten die Tierteile am Sonntag, nachdem sie eine Sendung aus der Demokratischen Republik Kongo inspizierten, die auf dem Weg nach Vietnam durch Singapur fuhr. Auf den Containern stand, diese würden Holz beinhalten. Der Fund soll nun zerstört werden.

Wilderer töten in Afrika jährlich Tausende Elefanten. Sie verkaufen die Stoßzähne vor allem nach Asien, wo Elfenbein trotz internationaler Handelsverbote als Luxusgut für Schmuck oder Schnitzereien beliebt ist. (Lesen Sie hier, wie drei Kartelle den illegalen Handel betreiben.) Vor der Kolonialzeit lebten in Afrika Schätzungen zufolge bis zu zehn Millionen Elefanten. Heute sollen es nur noch rund 415.000 sein.

tin

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