Vulkan auf Sizilien Ätna speit 9000 Meter hohe Aschewolke

Europas höchster Vulkan auf Sizilien ist erneut ausgebrochen. Die Aschewolke über der Mittelmeerinsel war gut zu erkennen, aus einem Krater floss Lava.
Aschewolke des Ätna am 21. September 2021

Aschewolke des Ätna am 21. September 2021

Foto: Anadolu Agency / Anadolu Agency via Getty Images

Nach rund drei Wochen Pause ist der Vulkan Ätna auf Sizilien wieder ausgebrochen. Am Dienstagmorgen registrierte das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV)  steigende Aktivitäten im Inneren des Berges, eine Aschewolke stieg rund 9000 Meter auf. Aus dem Krater der südöstlichen Seite floss etwas Lava.

Der offiziell 3357 Meter hohe Vulkan spuckt seit Mitte Februar immer wieder Lava und Asche, rund 50 Ausbrüche wurden registriert. Diese sind oft spektakulär zu beobachten, meist aber ungefährlich für die umliegenden Dörfer und die im Süden gelegene Großstadt Catania. Der dortige Flughafen konnte am Dienstag weiter angeflogen werden.

Bei früheren Ausbrüchen waren wegen der Rauchentwicklung und herabfallender Asche allerdings teils keine Starts und Landungen mehr möglich – so etwa bei einem Ausbruch Anfang Juli. Mitunter lässt das Donnern des Vulkans im Umkreis auch Fenster und Türen zittern. Die herabregnende Asche kann zudem Autofahrern gefährlich werden.

Wer selbst einen Blick auf den Gipfel des Ätna werfen möchte: Es gibt eine Live-Kamera , die die Bilder überträgt.

Der Ätna ist gewachsen

Durch die dutzenden Ausbrüche in diesem Jahr hat sich auch die Größe des Ätna verändert. Über Jahrzehnte galt der Krater auf der Nordostseite mit einer Höhe von 3326 Metern im Sommer 2018 als Gipfel des Vulkans, nun liegt der Südostkrater höher, teilte das INGV am Anfang August mit.

Fachleute hatten Satellitenaufnahmen vom 13. und 25. Juli ausgewertet. Den höchsten Punkt des Ätna maßen sie bei 3357 Meter über dem Meeresspiegel. Es gebe jedoch eine Toleranz von plus oder minus drei Metern.

Teils hat es Asche des Ätna wohl auch schon nach Deutschland geschafft. Als der Vulkan Ende Februar ausgebrochen war, registrierte die Messstelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) unterhalb des Zugspitzgipfels in der Atmosphäre bis zu 20 ppb (parts per billion = Teilchen pro 1 Milliarde Luftteilchen) an Schwefeldioxid. Der Normalwert liegt unter 1 ppb.

Auch die Aschepartikel in der Luft nahmen stark zu. Die Werte korrelierten zeitlich mit den Ausbrüchen des mehr als tausend Kilometer entfernten Ätna auf Sizilien.

jme/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.