Spanien Ausgestorbene Raubfisch-Art entdeckt

Forscher haben nahe Saragossa die Fossilien einer bislang unbekannten Fischart gefunden. Der vor etwa 400 Millionen Jahren lebende Stachelhai erreichte eine Länge von höchstens einem Meter.

Fischart Machaeracanthus goujeti: Stachelhaie lebten nur während des Paläozoikums
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Fischart Machaeracanthus goujeti: Stachelhaie lebten nur während des Paläozoikums


Berlin - Auf den wissenschaftlichen Namen Machaeracanthus goujeti haben Wissenschaftler aus Spanien und Deutschland eine bislang unbekannte Fischart getauft. Sie hatten südlich von Saragossa gefundene Fossilien genauer untersucht und dabei festgestellt, dass es sich um Reste einer ausgestorbenen Art aus der Periode des Devon handelt. Über ihre Entdeckung berichten die Forscher von der Universität Valencia und dem Museum für Naturkunde Berlin im Fachblatt "Geodiversitas".

Untersucht hatten die Forscher um Héctor Botella neben Fischknochen auch Schuppenreste der Fischart. Das Alter bezifferten die Experten auf 408 Millionen Jahre. Die neu entdeckte Art gehört zu den sogenannten Stachelhaien (Acanthodii). Die Art hat sowohl Gemeinsamkeiten mit Haien, die zu den Knorpelfischen gehören, als auch mit den Knochenfischen, die den Großteil der Fischarten umfassen.

"Die Entdeckung der neuen Art, die zur Acanthodii-Gruppe gehört, von der nur wenig bekannt ist, erweitert unser Wissen über die Artenvielfalt vor 408 Millionen Jahren", sagte Botella. Damals sei der Fundort in der heutigen Provinz Teruel vom Meer bedeckt gewesen.

Die sogenannten Stachelhaie lebten nur während des Paläozoikums (540 bis 250 Millionen Jahre) und erreichten eine Länge zwischen 10 Zentimetern bis zu 2,5 Metern. Zum Erdzeitalter des Paläozoikums gehört auch das Devon (419 bis 359 Millionen Jahre), aus dem die nun untersuchten Funde stammen.

Die meisten der entdeckten Fossilien stammen nach Angaben der Forscher von Jungtieren. Die Fische dürften ausgewachsen kaum eine Länge von einem Meter erreicht haben. "Das ist nur eine Schätzung", betonte Botella. Kleine Tiere könnten große Knochen haben - es gebe aber auch den umgekehrten Fall.

Der Fundort spricht dafür, dass die Fische nahe der Küste lebten. Womöglich nutzten sie die seichten Gewässer, um den Nachwuchs großzuziehen, sagte Botella. In tieferen Schichten an der Fundstelle der Knochen entdeckten die Forscher auch größere Fossilien anderer Arten. Die untersuchten Fossilien gehören zur Sammlung des Paläontologischen Museums Saragossa.

hda



insgesamt 8 Beiträge
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soulseeker 04.06.2013
1. optional
das bild sieht ja mal selten behämmert aus ... vor allem die lustigen bubbles links und rechts.
peter_gurt 04.06.2013
2. Nicht nur das Bild...
...auch die nimmermüden Behauptungen, dass alles durch Zufall entstanden ist sind behämmert... *kopfschüttel*
xxbigj 04.06.2013
3. optional
Möglich. Bescheuerter ist aber zu glauben das ein höheres Wesen alles Leben entstehen lies!!!!!!!!!!!
John.Moredread 04.06.2013
4.
Zitat von peter_gurt...auch die nimmermüden Behauptungen, dass alles durch Zufall entstanden ist sind behämmert... *kopfschüttel*
Nicht Zufall, Emergenz. Und es sind keine nimmermüden Behauptungen, sondern nicht aus der Welt zu schaffende Fakten. Behauptungen finden sich wohl eher auf Seite derer, die ein altes Märchenbuch heranziehen, das vor tausenden von Jahren von Ziegenhirten geschrieben wurde, um unsere Welt zu erkären.
bafibo 04.06.2013
5. Wie groß
ein Fisch werden kann, hängt davon ab, wie alt er wird, denn Fische wachsen zeitlebends, aber natürlich zunehmend langsamer. Forellen, die nicht nur einmal im Leben laichen wie Lachse, können genauso so groß wie diese werden, wenn sie lange genug leben.
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