Spektakuläre Bilder Öliges Stilleben gewinnt Preis für beste Tierfotografie

Von Rohöl verklebte Pelikane, verstört und zusammengedrängt in einem Holzverschlag: Mit dem Bild von der Ölkatastrophe am Golf von Mexiko gewinnt ein spanischer Fotograf den begehrten Titel "Wildlife Photographer of the Year". Sein Werk nennt er "Stilleben in Öl".


Es ist der wohl bekannteste und größte Naturfotowettbewerb der Welt, vergeben wird er vom ehrwürdigen Londoner Natural History Museum, der BBC und dem Umweltservice-Unternehmen Veolia. Vergangenes Jahr sorgte die Vergabe des Titels "Wildlife Photographer of the Year" für Negativschlagzeilen: Die Jury musste dem spanischen Fotografen José Luis Rodriguez den Preis aberkennen - bei dem Siegerfoto handelte es sich um eine Fälschung.

Jetzt hat die Jury die Sieger der diesjährigen Ausschreibung verkündet. Gewonnen hat wieder ein Spanier, Daniel Beltrá, dessen Motiv jedoch ungleich weniger Fragen aufwerfen dürfte: Die Aufnahme zeigt acht Pelikane, die in einer Vogelrettungsstation vom Rohöl auf ihren Federn befreit werden sollen. Die Vögel sind pechschwarz verschmiert und kauern auf ebenso verschmierten Laken in einer Ecke zusammen. Das Bild dokumentiert auf berührende Weise eine der schlimmsten Umweltkatastrophen der vergangenen Jahre: Die Ölpest am Golf von Mexiko. "Stilleben in Öl" nannte Beltrá sein Bild.

Im Gegensatz dazu zeigte das Bild des letztjährigen Siegers eine Nachtaufnahme von einem Wolf, der über einen Zaun springt. Für Laien wirkt das Bild spektakulär, doch Wolfsexperten konnten nachweisen, dass es sich dabei um einen gezähmten Wolf handelte - ein klarer Verstoß gegen die Regeln. Denn diese besagen, dass Tiere in Gefangenschaft als solche gekennzeichnet werden müssen.

In diesem Jahr gingen rund 41.000 Bilder bei der Jury ein. Sowohl Profi- aber auch Amateurfotografen versuchten, den Titel zu ergattern. SPIEGEL ONLINE zeigt eine Auswahl der Gewinner verschiedener Kategorien.

cib



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tucku 21.10.2011
1. Weinen oder lachen
Danke, das Bild zeigt eindeutig die wildlebendige Natur, das Thema des Fotowettbewerbes und damit voll daneben. Was soll das bitte? Falscher Film, oder wird hier Propaganda betrieben? Weder passt das Foto in den ausgeschriebenen Wettbewerb noch ist das Thema damit erreicht. Wildlebende Pelikane in Öl. Widerlich. Thunfisch in Öl das nächste Gewinnerfoto, wo ist die Natur? Pelikane im Holzverschlag, aha, Natur pur. Das Leid der Vögel ist bedrückend, der Bericht darüber als Fotowettbewerb allerdings lächerlich. Und der Gewinner sollte sich schämen, diesen Preis angenommen zu haben, pfui.
sverris 22.10.2011
2. wer
Zitat von tuckuDanke, das Bild zeigt eindeutig die wildlebendige Natur, das Thema des Fotowettbewerbes und damit voll daneben. Was soll das bitte? Falscher Film, oder wird hier Propaganda betrieben? Weder passt das Foto in den ausgeschriebenen Wettbewerb noch ist das Thema damit erreicht. Wildlebende Pelikane in Öl. Widerlich. Thunfisch in Öl das nächste Gewinnerfoto, wo ist die Natur? Pelikane im Holzverschlag, aha, Natur pur. Das Leid der Vögel ist bedrückend, der Bericht darüber als Fotowettbewerb allerdings lächerlich. Und der Gewinner sollte sich schämen, diesen Preis angenommen zu haben, pfui.
Tja, das ist eben übrig von "wilder Natur". Widerlich ist etwas anderes...
forkeltiface 22.10.2011
3. tucku's heile Welt
Zitat von tuckuDanke, das Bild zeigt eindeutig die wildlebendige Natur, das Thema des Fotowettbewerbes und damit voll daneben. Was soll das bitte? Falscher Film, oder wird hier Propaganda betrieben? Weder passt das Foto in den ausgeschriebenen Wettbewerb noch ist das Thema damit erreicht. Wildlebende Pelikane in Öl. Widerlich. Thunfisch in Öl das nächste Gewinnerfoto, wo ist die Natur? Pelikane im Holzverschlag, aha, Natur pur. Das Leid der Vögel ist bedrückend, der Bericht darüber als Fotowettbewerb allerdings lächerlich. Und der Gewinner sollte sich schämen, diesen Preis angenommen zu haben, pfui.
1. Es ist ein Fotowettbewerb, und das Foto ist klasse. 2. Das Thema ist absolut getroffen, auch wenn es Leid darstellt. 3. Wie paranoid muss man sein, um darin Propaganda zu sehen? Tucku, wenn Sie nur National Geographic Prachtaufnahmen vertragen, scheinen Sie ein problem mit der Realitaet zu haben.
winne27 22.10.2011
4. Hat dieses Bild Stil?
In der Überschrift wird behauptet dieses Bild stellt ein Leben mit Stil dar. (Stilleben). Über den Stil wird ja hier schon heftig gestritten, aber vermutlich meinte der Autor doch das stille Leben bzw. die Kunstform Stillleben. Ja, diese Wort wird nach der neuen deutschen Rechtschreibung mit 3 l geschrieben.
eknoes 22.10.2011
5. falscher Denkansatz.
Zitat von tuckuDanke, das Bild zeigt eindeutig die wildlebendige Natur, das Thema des Fotowettbewerbes und damit voll daneben. Was soll das bitte? Falscher Film, oder wird hier Propaganda betrieben? Weder passt das Foto in den ausgeschriebenen Wettbewerb noch ist das Thema damit erreicht. Wildlebende Pelikane in Öl. Widerlich. Thunfisch in Öl das nächste Gewinnerfoto, wo ist die Natur? Pelikane im Holzverschlag, aha, Natur pur. Das Leid der Vögel ist bedrückend, der Bericht darüber als Fotowettbewerb allerdings lächerlich. Und der Gewinner sollte sich schämen, diesen Preis angenommen zu haben, pfui.
Ich glaube, Sie haben den Sinn der Veranstaltung nicht verstanden. Die Pelikane und Thunfische in Öl klagen an, und das auf höchstem Niveau, schokierend, abstoßend und herzzerreissend. Und wer sagt denn, dass Fotos mit dieser schrecklichen Aussage, für sich genommen, nicht auch ästhetisch sein können, oder dürfen? Sie fragen: "wo ist die Natur?" Genau das ist die Natur, die der Mensch der Kreatur belässt. Der Preis ist viel mehr wert, als seine Dotierung. Alles richtig gemacht.
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