Tarn-Tier Chamäleon-Frosch verblüfft Biologen

In einem thailändischen Nationalpark haben Forscher eine bislang unbekannte Froschart entdeckt. Die seltenen Tiere sind Meister der Tarnung: Sie können das Aussehen ihrer Haut an die Farbe der Umgebung anpassen.

Bislang hat sich der Bergfrosch Odorrana Aureola immer gut vor dem Menschen versteckt. Bis vor kurzem wussten nicht einmal Biologen, dass es diese Amphibienart überhaupt gibt. Womöglich auch, weil die Frösche ihr Aussehen wie ein Chamäleon ändern können. "Er spiegelt seine Umgebung wieder", sagte Tanya Chan-ard, Kurator am National Science Museum in Bangkok der Nachrichtenagentur AFP.

"Wir haben den Frosch schon vor einiger Zeit entdeckt, aber erst vor einem Jahr damit begonnen, seine DNA zu untersuchen", erklärte Tanya. Neben dem lateinischen Namen verpassten die Wissenschaftler dem Tarnkünstler auch einen umgangssprachlichen Namen: Phu-Luang-Cliff-Frosch - nach dem Nationalpark Phu Luang im Nordosten Thailands.

Die Tiere können bis zu acht Zentimeter groß werden und leben ausschließlich in Wasserfällen und Bächen in Höhen zwischen 1000 und 1500 Metern. Die Art sei bislang nur im Phu-Luang-Nationalpark gefunden worden, sagte Tanya. Man wisse nicht, wie groß ihre Population sei. Vermutlich existierten nur relativ wenige Tiere, da sie sich nicht so häufig fortpflanzten.

Die Hautfarbe der Bergfrösche ist in der Regel grün. Sie kann sich jedoch auch in ein gelbliches Braun ändern. An der Seite und den Beinen würden sich schwarze Punkte befinden, erklärte der Wissenschaftler. Die DNA-Analyse habe gezeigt, dass es sich um eine bislang unbekannte Bergfrosch-Art handle. Dies hätte auch ein DNA-Labor in den USA bestätigt.

Weil die Forscher nur wenige weibliche Exemplare gefunden haben, die in der Regel einen Zentimeter größer sind als die Männchen, fürchten Tanya und seine Kollegen, dass die Art vom Aussterben bedroht ist. Vor allem Umweltverschmutzung durch Chemikalien, Waldbrände und Abholzung könnten den Bestand der Tiere gefährden.

hda/AFP

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