Teilchenphysik Neue Datenspur zum Higgs-Boson

Es ist ein weiterer Schritt zur Entdeckung des lange gesuchten Higgs-Bosons. US-Forscher haben auf einer Tagung in Italien Daten vorgestellt, die bisherige Schätzungen zur Masse unterstützen. Ein endgültiger Beweis ist das noch nicht.

AFP/ Fermilab

La Thuile - Seit vergangenem September steht der US-Teilchenbeschleuniger Tevatron still. Doch vor seiner Abschaltung hat er möglicherweise noch Daten gesammelt, die Physiker jetzt näher an die Entdeckung des vielgesuchten Higgs-Bosons bringen. "Wir haben jetzt mehr Daten, die auf das Higgs hinzuweisen scheinen", sagte Dmitri Denisov vom Fermilab in Batavia bei Chicago.

Das Ergebnis stützt sich auf Experimente, die in mehr als einem Jahrzehnt am Tevatron-Beschleuniger des Fermilab durchgeführt wurden, heißt es in einer Erklärung des staatlichen US-Forschungslabors. Die Daten waren am Mittwoch auf einer Konferenz im italienischen La Thuile vorgestellt worden.

Das Higgs-Boson gilt als letztes noch fehlendes Puzzlestück im derzeit gültigen Standardmodell der Teilchenphysik. Die Masse der Elementarteilchen ließe sich ohne seine Hilfe nicht erklären. Ohne Higgs würde die Suche nach "neuen Dimensionen in Raum und Zeit" beginnen, sagte die Teilchen-Physikerin Anadi Canepa vom kanadischen Nationallabor Triumf in Vancouver.

Das Teilchen ist nach dem britischen Physiker Peter Higgs benannt. Er hatte es im Jahr 1964 vorhergesagt. Das Universum wird nach diesem Modell von einem sirupähnlichen Feld durchzogen, das Elementarteilchen bremst und ihnen so ihre Masse verleiht.

Cern-Forscher hoffen auf Nachweis noch in diesem Jahr

Direkt beobachten lässt sich das Higgs-Teilchen nicht. Sein Nachweis ist nur über seine Zerfallsprodukte möglich. Am LHC werden dafür nahezu lichtschnelle Protonen aufeinander geschossen. Bei den Kollisionen entstehen etliche Folgeteilchen.

Die Tevatron-Daten lassen nach Angaben des zuständigen Projektleiters Rob Roser darauf schließen, dass die Masse des Higgs-Bosons in einem Bereich zwischen 115 und 135 Gigaelektronenvolt (GeV) liegt. In etwa diesem Bereich war auch das Europäische Teilchenforschungszentrum Cern bei Genf auf Hinweise gestoßen. Physiker geben die Masse von Elementarteilchen häufig als Energieäquivalent an - die übliche Einheit dafür ist das Elektronenvolt (eV).

Am Cern jagen zwei Forscherteams dem Higgs nach. Sie hoffen, einen endgültigen Nachweis noch in diesem Jahr erbringen zu können. Die Europäer verfügen durch den modernen LHC (Large Hadron Collider) des Cern über das fast vierzigfache Datenmaterial der Amerikaner. Sie könnten das Higgs-Rätsel laut Roser schon im Juli bei der nächsten Konferenz der Teilphysiker in Melbourne (Australien) auflösen. Derzeit steht der Beschleuniger allerdings wegen Wartungsarbeiten still.

Anadi Capena, die an den Cern-Versuchen beteiligt ist, sagte, der Nachweis des Higgs mit größerer Sicherheit dürfte bis Ende 2012 möglich sein. Die Messwerte des Fermilabs reichten als Nachweis nicht aus und könnten sich immer noch als Fluktuation herausstellen. "Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns, bevor wir mit Sicherheit sagen können, das Higgs existiert", räumte auch Denisov ein.

chs/dpa

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Seite 1
Emil Peisker 08.03.2012
1. vielleicht sind die Neutrinos etwas "spitzer"
Zitat von sysopAFP/ FermilabEs ist ein weiterer Schritt zur Entdeckung des lange gesuchten Higgs-Bosons. US-Forscher haben auf einer Tagung in Italien Daten vorgestellt, die bisherige Schätzungen zur Masse unterstützen. Ein endgültiger Beweis ist das noch nicht. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,820135,00.html
Wenn das Einstein gewusst hätte: Das Universum wird nach diesem Modell von einem sirupähnlichen Feld durchzogen, das Elementarteilchen bremst und ihnen so ihre Masse verleiht. Da kann das Licht natürlich nicht schneller als c. Aber vielleicht sind die Neutrinos etwas "spitzer" gebaut, dass sie etwas schneller durch den "Sirup" flitzen, als die "plumpen" Photonen. Der Beitrag sagt allerdings nicht, ob es ahorn- oder rübensirupähnlich ist, das Feld. Nätürlich könnte es noch anderen Sirupen ähneln, aber soweit ist die Forschung noch nicht.
mindphuk 08.03.2012
2.
Zitat von sysopAFP/ FermilabEs ist ein weiterer Schritt zur Entdeckung des lange gesuchten Higgs-Bosons. US-Forscher haben auf einer Tagung in Italien Daten vorgestellt, die bisherige Schätzungen zur Masse unterstützen. Ein endgültiger Beweis ist das noch nicht. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,820135,00.html
So ein Quatsch. Populärwissenschaft muss zwar vereinfachen um Dinge zu erklären, aber sie sollten dabei nicht verfälscht werden. Erstens ist da kein sirupartiges Feld zweitens werden Teilchen nicht gebremst, wenn sie sich durch den Raum bewegen. Zum Bremsen oder Beschleunigen muss eine zweite Masse vorhanden sein, leerer Raum macht gar nix. Das Higgsfeld tritt auf, wenn eine Masse vorhanden ist und verleiht dieser Trägheit, aber verursacht keine Abbremsung. Wenn da ein "Sirup" bremsen würde, würde die Erde in die Sonne stürzen, die Sonne in's Zentrum der Milchstraße usw das ganze Universum würde in sich zusammen fallen.
crocodil 08.03.2012
3. Es
Zitat von mindphukSo ein Quatsch. Populärwissenschaft muss zwar vereinfachen um Dinge zu erklären, aber sie sollten dabei nicht verfälscht werden. Erstens ist da kein sirupartiges Feld zweitens werden Teilchen nicht gebremst, wenn sie sich durch den Raum bewegen. Zum Bremsen oder Beschleunigen muss eine zweite Masse vorhanden sein, leerer Raum macht gar nix. Das Higgsfeld tritt auf, wenn eine Masse vorhanden ist und verleiht dieser Trägheit, aber verursacht keine Abbremsung. Wenn da ein "Sirup" bremsen würde, würde die Erde in die Sonne stürzen, die Sonne in's Zentrum der Milchstraße usw das ganze Universum würde in sich zusammen fallen.
ist mal wieder an der Zeit, etwas über CERN zu hören. - Kostet Millionen, (ganz zu schweigen von dem großen Energiebedarf), um wieder Gelder zu bekommen um die "Wissenschaftler" zu beschäftigen. Unsinnig das Ganze - in 50 Jahren haben die noch keine kontrollierte Kernfussion entwickelt - die Hitze ,die das ermöglicht ist einfach zu groß, dass es ein Mensch versteht!!
der_butschi 08.03.2012
4.
Zitat von crocodilist mal wieder an der Zeit, etwas über CERN zu hören. - Kostet Millionen, (ganz zu schweigen von dem großen Energiebedarf), um wieder Gelder zu bekommen um die "Wissenschaftler" zu beschäftigen. Unsinnig das Ganze - in 50 Jahren haben die noch keine kontrollierte Kernfussion entwickelt - die Hitze ,die das ermöglicht ist einfach zu groß, dass es ein Mensch versteht!!
Wenn man keine Ahnung hat, wovon man schreibt... Kernfusion? Da ist man bei ITER an der richtigen Adresse. Mit CERN hat das wenig und mit dem Higgs-Boson gar nichts zu tun. Und warum versteht der Mensch grosse Hitze nicht?
sample-d 08.03.2012
5. |||||
Zitat von crocodilist mal wieder an der Zeit, etwas über CERN zu hören. - Kostet Millionen, (ganz zu schweigen von dem großen Energiebedarf), um wieder Gelder zu bekommen um die "Wissenschaftler" zu beschäftigen. Unsinnig das Ganze - in 50 Jahren haben die noch keine kontrollierte Kernfussion entwickelt - die Hitze ,die das ermöglicht ist einfach zu groß, dass es ein Mensch versteht!!
Abgesehen davon, dass Ihr Post deplaziert bei CERN ist (wie ein Vorposter schon schrieb) ist er auch einfach falsch. Bereits 1991 fand am JET die erste kontrollierte Kernfusion der Geschichte auf der Erde statt... Das Problem ist aktuell mehr Energie zu gewinnen als man hineinsteckt und Reaktoren für den Dauerbetrieb zu konzeptionieren...
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