IPCC Forscher und Politiker verhandeln finalen Klimabericht

Drei große Klimaberichte wurden in den vergangenen Monaten veröffentlicht - jetzt feilschen Forscher und Politiker in Kopenhagen über die finale Zusammenfassung. Sie soll Hoffnung machen.

Umweltproteste mit Eiskugeln vor dem Konferenzzentrum in Kopenhagen: "Es ist nicht hoffnungslos"
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Umweltproteste mit Eiskugeln vor dem Konferenzzentrum in Kopenhagen: "Es ist nicht hoffnungslos"


Hamburg - Der Weltklimarat (IPCC) hat in Kopenhagen eine Debatte über die Zusammenfassung aller drei Teile seines neuen großen Klimaberichts begonnen. Bis zum Freitag ringen Wissenschaftler und Regierungsvertreter um den Wortlaut wichtiger Kernaussagen des sogenannten Synthesis-Report, den Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon und IPCC-Chef Rajendra Pachauri am Sonntag präsentieren wollen.

Die drei einzelnen Teile des Reports hatte das Gremium im September 2013 sowie im März und April 2014 vorgestellt. Die neue Zusammenfassung solle ein Fahrplan für politische Entscheidungsträger sein, anhand derer sie den Weg zu einem globalen Abkommen zum Klimaschutz finden könnten, sagte Pachauri am Montag zum Auftakt der Diskussionen in der dänischen Hauptstadt.

Über die Kernaussagen des fünften Weltklimareports beraten Forscher und Politiker wenige Tage nachdem sich die EU-Staaten in Brüssel auf langfristige Ziele beim Klimaschutz geeinigt haben. Unter anderem soll der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid in der EU bis 2030 um mindestens 40 Prozent sinken. "Politische Entscheider sollten sich nicht von der scheinbaren Hoffnungslosigkeit, dem Klimawandel zu begegnen, überwältigen lassen", sagte Pachauri. "Es ist nicht hoffnungslos."

Die Zusammenfassung des Reports "destilliere und integriere" Aussagen der Teilberichte, sagte Pachauri. Zudem fließen auch zwei Sonderberichte aus dem Jahr 2011 in den Synthesis Report ein, etwa zum Thema Extremwetter.

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Das Geheimnis der Wolken

boj/dpa

insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
günter1934 27.10.2014
1. Klasse!
Dann lasst uns doch mal abstimmen! Die Linken für die grosse Transformation mit der Zerschlagung der grossen Stromerzeuger, die Rechten für eine zuverlässige Versorgung unseres täglichen Lebens mit Strom. Wobei hier links und rechts nicht so ganz genau unterschieden werden kann. Man könnte auch schreiben, - die Einen und die Anderen...
brummkreissel 27.10.2014
2. um den Klimawandel zu stoppen ...
... müssen die CO2-Emissionen komplett auf 0 sinken. Weltweit. Da das nicht geschehen wird, wird auch der menschengemachte Klimawandel nicht aufhören, solange es Menschen gibt. Nur zu gerne würde ich mir diesen Planeten im Jahr 2200 angucken. Er wird nicht wiederzuerkennen sein.
günter1934 27.10.2014
3.
Zitat von brummkreissel... müssen die CO2-Emissionen komplett auf 0 sinken. Weltweit. Da das nicht geschehen wird, wird auch der menschengemachte Klimawandel nicht aufhören, solange es Menschen gibt. Nur zu gerne würde ich mir diesen Planeten im Jahr 2200 angucken. Er wird nicht wiederzuerkennen sein.
Das kann ich Ihnen gerne beschreiben, wie es 2200 auf unserem Planeten aussehen wird! Nordafrika wird wieder wie zu Römers Zeiten die Kornkammer Europas sein. Die Sahelzone, die heute schon ergrünt, wird wieder wie zu Zeiten, als Afrika die Wiege der Menschheit war, Platz und Nahrung für viele Millionen Menschen bieten, das Flüchtlingsproblem wird gebannt sein. Bangladesh lernt von Holland, wie man durch Wasserführung und Deichbau Überflutungen vermeidet. Sicher wird es überflutete Inseln geben, aber dieses Problem gab es schon nach dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren, als der Meeresspiegel 130 Meter tiefer lag als heute. In Sibirien wird es blühende Landschaften geben. Mit anderen Worten, nichts ist beständiger als der Wandel!
brummkreissel 27.10.2014
4. Das Idyll des Jahres 2200:
New York unter Wasser, die Malediven verschwunden - so wie die meisten Pazifik-Inseln, Krankheiten aus Afrika in Sibirien und Kalifornien eine Wüste. So stelle ich mir ein Idyll vor...
günter1934 27.10.2014
5.
Zitat von brummkreisselNew York unter Wasser, die Malediven verschwunden - so wie die meisten Pazifik-Inseln, Krankheiten aus Afrika in Sibirien und Kalifornien eine Wüste. So stelle ich mir ein Idyll vor...
Wieso soll das mit New York ein Problem sein? Schauen Sie mal in die Niederlande: ". Ein Viertel der Niederlande liegt unter dem Meeresspiegel. Auf 6,76 Meter unter dem Meeresspiegel ist Nieuwerkerk aan den IJssel der niedrigste Punkt der Niederlande."
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