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12. Dezember 2017, 14:18 Uhr

Gipfel in Paris

USA könnten Klimaziele trotz Trump erreichen

Präsident Trump hat den Pariser Klimavertrag gekündigt. Trotzdem wird sein Land die noch unter dem Vorgänger Obama gesteckten CO2-Reduktionsziele einhalten, meinen zwei namhafte US-Politiker.

Machen die Vereinigten Staaten Fortschritte beim Klimaschutz, trotz Donald Trump? Der Meinung sind zwei renommierte Politiker des Landes, die gerade zu Gast sind auf der Klimakonferenz in Frankreich, zu der Präsident Emmanuel Macron zwei Jahre nach Unterzeichnung des Abkommens von Paris eingeladen hat.

Der frühere Außenminister John Kerry sagte, die USA könnten ihre bisherigen Klimaziele trotz Trumps Politik erreichen. Es werde viele Anstrengungen erfordern, sagte Kerry, "aber das heißt nicht, dass man es nicht schaffen kann". Trotz der Ankündigung Trumps, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen, sei die Mehrheit der Amerikaner "völlig engagiert, dem Klimaabkommen gerecht zu werden".

Ganz ähnlich äußerte sich New Yorks ehemaliger Bürgermeister Michael Bloomberg: "Gemeinsam werden wir das Ziel erreichen, das dieses Land in Paris ausgegeben hat, indem wir die Emissionen um mindestens 26 Prozent reduzieren." Bloomberg ist der Sondergesandte der Uno für den Klimawandel.

Hälfte des Weges geschafft

Die USA hatten unter Trumps Vorgänger Barack Obama zugesagt, ihre CO2-Emissionen bis 2025 um 26 Prozent zu reduzieren. Kerry sagte, 38 US-Bundesstaaten hätten sich zu Klimazielen verpflichtet, das entspreche 80 Prozent der amerikanischen Bevölkerung. "Ich kann Ihnen sagen, dass die USA mehr als die Hälfte des Weges geschafft haben, um Paris zu erfüllen", sagte der US-Demokrat.

"Es gibt nichts, was Washington tun kann, um uns zu stoppen", sagte Bloomberg. Trumps Absage an den Klimaschutz habe im Gegenteil sogar Menschen dazu bewegt, sich zusammenzuschließen und etwas zu unternehmen.

Es sei im Interesse von Unternehmen, sich um den Klimaschutz zu kümmern, betonte Bloomberg. Kunden, Mitarbeiter und Investoren legten Wert auf eine umweltfreundliche Firmenpolitik. Zudem müssten die Chefs Risiken des Klimawandels einschätzen und minimieren. "Niemand würde eine Vorstandssitzung überleben, wenn er sagen würde, ich weiß nicht, ob dieses Risiko wahr wird, also lasst uns rumsitzen und nichts tun."

Ziel: Klimafreundliche Investitionen

Bloomberg zufolge wollen inzwischen mehr als 200 führende Unternehmen Risiken, die ihnen durch den Klimawandel drohen, in ihren Finanzberichten ausweisen, um Transparenz für Investoren und Versicherer zu schaffen. Das soll dabei helfen, Investitionen in klimafreundliche Bahnen zu lenken.

Auf der Konferenz in Paris beraten führende Politiker und Top-Manager aus der Wirtschaft über den Kampf gegen den Klimawandel. Thema am Dienstag sind vor allem Finanzfragen. Auf dem Gipfel werden mehr als 50 Staats- und Regierungschefs erwartet.

hda/dpa

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