Ergebnisse neuer Studie Waldbrände im Westen der USA bedingen Extremwetter im Landesinneren

Im Westen der USA wüten immer wieder Waldbrände. Eine Studie zeigt nun: Diese Feuer können Extremwetter in anderen Staaten begünstigen – bis hin nach New York City.
Waldbrand in Kalifornien: Der Studie zufolge begünstigen sie Extremwetter in anderen Landesteilen

Waldbrand in Kalifornien: Der Studie zufolge begünstigen sie Extremwetter in anderen Landesteilen

Foto: Noah Berger / dpa

Jedes Jahr zerstören Waldbrände in den USA riesige Flächen, Menschen verlieren ihre Häuser, besonderes im Westen des Landes. Forschende haben nun herausgefunden: Die Waldbrände hinterlassen nicht nur in den Regionen Spuren, in denen es gebrannt hat, sondern können extreme Wetterereignisse auch in anderen Bundesstaaten begünstigen. »Da in einem wärmeren Klima mit schwereren Waldbränden gerechnet wird, könnte ihr Einfluss auf Unwetter in nachgelagerten Regionen an Bedeutung gewinnen«, schreiben die Autorinnen und Autoren.

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Insbesondere könnten Waldbrände im Westen der Vereinigten Staaten zu einer Zunahme von Starkniederschlägen und Hagel im Zentrum des Landes führen, so die Fachleute. In ihrer Studie im Fachmagazin »Proceedings of the National Academy of Sciences«  haben sie mithilfe von Modellen die Auswirkungen von Waldbränden im Westen der USA – vor allem in Kalifornien und Oregon – auf andere Landesteile untersucht.

Einfluss auf nachfolgendes Wetter

Das Ergebnis: Waldbrände im Westen können das Auftreten von starken Niederschlägen um 38 Prozent und von schwerem Hagel um 34 Prozent im Zentrum des Landes erhöhen. Grund dafür sind Wärme, aber auch Aerosole aus Waldbränden, schreiben die Forschenden.

»Dies ist die erste Studie, in der wir wirklich zeigen, dass Waldbrände einen signifikanten Einfluss auf das nachfolgende Wetter haben können«, sagte Jiwen Fan, einer der Autoren der Studie, dem »Guardian« . Die große Hitze, die durch die Brände entsteht, könne den Luftdruck in der Atmosphäre verändern. Dadurch steige die Wahrscheinlichkeit für starke Winde, die in Richtung Osten strömen. Die wiederum könnten Aerosole aus dem Rauch des Feuers mitbringen. All das würde Stürme verstärken, die sich in der Landesmittel ohnehin bilden.

»Wir beobachten zunehmende Auswirkungen im Mittleren Westen und sogar in New York City, wo es zu Smog-Ereignissen kommt, die durch die Waldbrände im Westen der USA angefacht werden«, sagte Michael Jerrett, Vorsitzender der Abteilung für Umwelt- und Gesundheitswissenschaften an der University of California in Los Angeles, dem »Guardian«. Die weitreichenden Auswirkungen von Waldbränden seien eindeutig erwiesen. Er wies dem Bericht zufolge darauf hin, dass die Brände zu einem Anstieg chronischer Erkrankungen wie Lungen- und Herzkrankheiten sowie Diabetes im ganzen Land beitragen würden. »Wir wissen, dass das Leben kosten wird«, so Jerrett.

ani
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