Vogelgrippe in Großbritannien Gefundenes H5N1-Virus ist gefährlich

Bei dem in Großbritannien entdeckten Vogelgrippe-Virus H5N1 handelt es sich um die besonders ansteckende asiatische Variante. Das auf einer Putenfarm in Ostengland ausgebrochene Virus ist auch für Menschen gefährlich.


London/Brüssel - Tests der Veterinärbehörde hätten bestätigt, dass es sich bei den auf der Geflügelfarm nahe Holton in Suffolk gefundenen Erregern um Vogelgrippeviren vom besonders ansteckenden asiatischen Stamm handele, teilte das Umweltministerium in London heute mit. Es sei ein ähnliches Virus wie das im Januar in Ungarn gefundene Virus.

Der Tod von 2600 Puten der insgesamt 160.000 Tiere auf der Farm hatte bereits am Donnerstag die Gesundheitsbehörden alarmiert. Tests in einem EU-Referenzlabor im südenglischen Weybridge hätten nun den H5N1-Erreger nachgewiesen, teilte auch die EU-Kommission heute in Brüssel mit. Die Farm wird von Europas größtem Putenhersteller Bernard Matthews betrieben.

Putenfarm: Erster H5N1-Fall in England
REUTERS

Putenfarm: Erster H5N1-Fall in England

Um die Farm, die 200 Kilometer nordöstlich von London liegt, wurde eine Drei-Kilometer-Sperrzone eingerichtet. Es gebe keinen Grund zur Beunruhigung, sagte Colin Butter, ein Experte vom Institute of Animal Health.

Zuletzt war im vergangenen April die Vogelgrippe in Großbritannien ausgebrochen. Auch damals war Suffolk betroffen, es handelte sich aber nicht um die gefährliche H5N1-Variante.

Weltweit starben seit 2003 mehr als 160 Menschen nach einer Infektion mit dem H5N1-Virus.

Am Montag war bereits in Ungarn das gefährliche Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden - der erste Fall in Europa seit dem vergangenen Sommer. Die mehr als 3000 Gänse in dem betroffenen Betrieb wurden getötet.

kai/cvo/ap/afp



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.