Haarige Tarnung Die Vogelspinne mit den Giftspritzen

Ihre Haare bohren sich wie Speere in Angreifer und spritzen Gift: In Kolumbien haben Forscher eine sonderbare Vogelspinne entdeckt.

Kankuamo marquezi
ZooKeys/ Pensoft/ Carlos Perafán/ William Galvis/ Miguel Gutiérrez/ Fernando Perez-Miles

Kankuamo marquezi


In den Bergen der Sierra Nevada in Kolumbien haben Biologen eine neue Spinnengattung gefunden. Ihre Besonderheit ist ihre Verteidigungsstrategie.

Die Forscher tauften die Vogelspinne Kankuamo marquezi: Kankuamo heißen die Ureinwohner der Fundgegend, außerdem wurde der Schriftsteller Gabriel García Márquez geehrt, Autor des Buches "Hundert Jahre Einsamkeit".

Das Tier verfügt über eine gefährliche Waffe: Haare an seinem Hinterteil spritzen Gift. Wird die Spinne attackiert, ramme sie die Haare wie Speere in den Angreifer, schreiben die Forscher in ihrer Studie.

Die Haare sähen zwar aus wie Spinnenhaare, seien aber eigentlich getarnte Spritzen: Bei Gegendruck mobilisierten sie Gift, das durch die Haare in den Körper des Gegners schieße.

Die Eigenart sei so sonderbar, dass es sich bei der Vogelspinne nicht nur um eine eigene Art, sondern sogar um eine bislang unbekannte Gattung handele, berichten die Gelehrten.

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boj

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