Vulkan Mount St. Helens Anzeichen für größeren Ausbruch

24 Jahre nach dem verheerenden Ausbruch wird der Mount St. Helens wieder aktiv. Der Berg spuckte Asche und Gase aus. Wissenschaftler vermuten, dass es noch zu weiteren Eruptionen kommen wird und erhöhten die Warnstufe für den Vulkan.


 Gas und Asche: Steht ein größerer Ausbruch des Mount St. Helens bevor?
AP

Gas und Asche: Steht ein größerer Ausbruch des Mount St. Helens bevor?

Die Gefahr eines Vulkanausbruchs am Mount St. Helens im US-Staat Washington wächst wieder. Der Vulkan warf gestern zum zweiten Mal in zwei Tagen eine Dampfwolke aus, dem folgte ein starkes Beben im Berginnern. Inzwischen gilt für den Vulkan die Warnstufe 3, die anzeigt, dass ein größerer Ausbruch ansteht oder zumindest wahrscheinlich ist. Wissenschaftler der Geologischen Beobachtungsstation (USGS) berichteten, jüngste seismische Aktivitäten ließen auf einen neuen Druckanstieg im Vulkan schließen.

Hunderte Besucher des etwa acht Kilometer entfernt gelegenen Johnston Rodge Oberservatoriums, die dort den Vulkan beobachten wollten, wurden aufgefordert, die Anlage zu verlassen. Viele fuhren zum einige Kilometer entfernt gelegenen Besucherzentrum Coldwater Ridge, das nach Einschätzung der Behörden als sicher gilt. In der Nähe des Vulkans gibt es keine Wohnansiedlungen, ein größerer Ausbruch würde vor allem den Flugverkehr stören, wenn Aschepartikel bis in höhere Lufschichten geschleudert würden

Schon vorgestern hatte der Mount St. Helens eine große weiße Gaswolke und Asche ausgespuckt. Die Eruption dauerte etwa 20 Minuten, die Wolke stieg 5000 Meter in die Höhe. Lava spuckte der mehr als 2500 Meter hohe Berg nicht aus.

Beim letzten großen Ausbruch des Mount St. Helens am 18. Mai 1980 waren 57 Menschen getötet worden. Vor 24 Jahren riss eine Explosion die gesamte Spitze des Berges weg. Eine 20 Kilometer hohe Aschewolke schoss in den Himmel, eine Schutt- und Schlammwalze verwüstete Hunderte Quadratkilometer Wald im US-Bundesstaat Washington.



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