Walschutz US-Richter verbietet Sonartests

Ein Gericht in San Francisco hat Sonarversuche der US-Regierung im Golf von Kalifornien gestoppt. Damit stellte es sich auf die Seite von Tierschützern, die den Tod zweier Wale auf die Tests zurückführen.


Buckelwal: Gefahr durch Sonartests?
AP

Buckelwal: Gefahr durch Sonartests?

Zum Schutz von Walen hat ein Bundesrichter in San Francisco die sofortige Einstellung eines Schallwellenprojekts der US-Regierung angeordnet. Damit verbietet das Gericht laufende Tests der National Science Foundation im Golf von Kalifornien, einer lang gestreckten Meeresbucht.

Die Forschungsbehörde macht dort Schallwellenversuche zur Vermessung des Meeresbodens. Tierschützer waren aus Protest gegen den Einsatz des Sonarsystems in der vergangenen Woche vor Gericht gezogen. Sie machen die Schallwellen für den Tod von zwei Walen verantwortlich, die kürzlich an einem Strand in Mexiko verendet waren.

Der Bundesrichter bestätigte jetzt die Vorwürfe der Tierschützer, wonach die Schallwellen die Tierwelt unter Wasser gefährden. Die amerikanische Regierung sieht diesen Zusammenhang jedoch als nicht bewiesen an. Ihre Anwälte schlossen nicht aus, gegen das Urteil Einspruch zu erheben.



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