Satellitenbild der Woche Wassernot am Hoover-Damm

Der größte Stausee der USA verliert sein Wasser. Satellitenbilder zeigen, wie die Wassermenge in nur einem Jahr gefährlich gesunken ist. Fällt der Pegel um einen weiteren Meter ab, tritt ein Notfallplan in Kraft.

Seit der Inbetriebnahme des Hoover-Damms 1937 fiel der Wasserstand des Stausees Lake Mead nie unter 330 Meter über dem Meeresspiegel. Doch das könnte sich bald ändern. Seit Jahren schon herrscht im Südwesten der USA eine Dürre biblischen Ausmaßes - und das Umland entnimmt mehr Wasser aus dem See, als an Schmelz- und Regenwasser aus den Rocky Mountains hineinfließt.

Die dramatischen Folgen der anhaltenden Trockenheit zeigt ein Vergleich von zwei Luftbildern, die der Operational Land Imager auf dem Nasa-Satelliten "Landsat 8" am 16. Juni 2013 und am 21. Juli 2014 aufnahm. Der Strandstreifen am Ende des Sees ist in nur einem Jahr deutlich breiter geworden, die Inseln im See um vieles größer.

Aus dem Lake Mead, der etwa 50 Kilometer südöstlich von Las Vegas an der Grenze der Bundesstaaten Arizona und Nevada liegt, bedienen sich alle: Privathaushalte, Industrie, Farmen, und öffentliche Einrichtungen in Nevada, Südkalifornien, Arizona und dem Norden Neu-Mexikos. Die Wüstenstadt Las Vegas hängt ebenso am Tropf des Sees wie der Bewässerungsfeldbau der umliegenden Bundesstaaten. Da kommen der Colorado River und seine Nebenflüsse, die den See speisen, nicht hinterher.

Bereits jetzt drohen Wasserverschwendern in der Region hohe Geldstrafen. Sollte der Wasserspiegel auf unter 328 Meter fallen, werden Notfallmaßnahmen in Kraft treten: Dann wird der Zugriff auf das Wasser des größten Stausees der Vereinigten Staaten streng reglementiert. Am Donnerstag dieser Woche fehlte nur noch ein Meter bis zu dieser kritischen Marke .

anf