Weltrisikobericht Staaten schützen sich besser vor Naturkatastrophen

Das Risiko von Naturkatastrophen ist am höchsten in Ozeanien, am niedrigsten in Europa, das zeigt ein neuer Index. Er dokumentiert eine erfreuliche Entwicklung.

DPA

Ob Erdbeben, Stürme oder Überschwemmungen - weltweit sind die Menschen heute besser für Naturkatastrophen gerüstet als vor fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Weltrisikoindexes der Jahre 2012 bis 2016, wie das "Bündnis Entwicklung Hilft" mitteilte.

Der Index gibt für 171 Länder das durchschnittliche Risiko an, dass ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. "Viele Länder haben aus früheren Katastrophen gelernt und verbessern die Katastrophenprävention", sagte Peter Mucke, Geschäftsführer des Bündnisses.

Besonderen Fokus legt der Weltrisikobericht auf die Infrastruktur - und damit auf Fragen wie diese: Wie kann ein Land auf ein folgenschweres Naturereignis reagieren? Gibt es genügend Straßen und Flughäfen für Rettungsdienste? Wie viele Krankhäuser stehen bereit? Funktioniert die Stromversorgung im Notfall?

Hier hapert es selbst in reichen Ländern wie den USA, wie sich nach dem Hurrikan "Sandy" zeigte, der 2012 New York City streifte: Das Stromnetz brach zusammen, Rettungsarbeiten wurden erheblich erschwert.

Ranglisten des Schreckens

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Listen und Karte: Das Katastrophenrisiko der Welt

Je weiter oben ein Land steht, desto eher kommt man dort bei einer Naturkatastrophe ums Leben. Am höchsten sei das Katastrophenrisiko in Ozeanien, am niedrigsten in Europa (siehe Listen und Karte in der Fotostrecke).

Zu den Regionen mit hohem Katastrophenrisiko gehören demnach außer Ozeanien auch Mittelamerika, West- und Zentralafrika sowie Südostasien.

Ganz oben auf der Liste finden sich Pazifikinseln: Vanuatu und Tonga erwarten Erdbeben, Tsunamis und Stürme, die Philippinen müssen zudem in besonderem Maße noch mit Vulkanausbrüchen und Erdrutschen rechnen.

Deutschland steht an Position 146 von 171 Staaten, Österreich ist 133., die Schweiz 155. Am sichersten ist dem Index zufolge der Wüstenstaat Katar. Das "Bündnis Entwicklung Hilft" veröffentlicht den Weltrisikobericht seit 2011 jährlich.

boj/dpa



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