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28. Dezember 2018, 18:07 Uhr

Wetterbilanz 2018

Frankfurt am wärmsten, Berlin am sonnigsten

In Hessens Bankenmetropole Frankfurt war es in diesem Jahr so warm wie an keinem anderen Ort seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Am seltensten schien die Sonne in Hamburg.

Gleich zwei deutsche Großstädte zählen zu den Spitzenreitern des Ausnahmesommers 2018. Im Frankfurter Westend wurde eine Jahresdurchschnittstemperatur von 12,9 Grad Celsius gemessen. Damit war es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Schnitt an keinem anderen Ort so warm wie in der Bankenmetropole, zeigt eine Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Den bisherigen Jahresmittelrekord hielt Freiburg mit 12,8 Grad im Jahr 2000.

Weitere Wetterrekorde für 2018: In Berlin schien am längsten die Sonne. 2308 Sonnenstunden wurden dort an der Station Dahlem registriert. Die Auswertung berücksichtige Daten bis einschließlich 26. Dezember.

Scheint in Berlin auch in den kommenden Tagen die Sonne, könnte die Hauptstadt sogar den langjährigen Sonnenscheinrekord knacken. Den hält mit 2329 Stunden im Jahr 1959 die Messstation Klippeneck auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg.

Auch Mecklenburg-Vorpommern meldete für 2018 mit beinahe 2085 Stunden einen neuen Sonnenscheinrekord. Hamburg hingegen war in diesem Jahr mit gut 1895 Sonnenstunden das sonnenärmste Bundesland.

Der trockenste Ort war bisher Bad Lauchstädt im Saalekreis in Sachsen-Anhalt. Dort fielen pro Quadratmeter lediglich 266,7 Liter Niederschlag. Dies kann sich laut DWD bis Jahresende aber noch ändern, da Regen vorhergesagt ist, so der Sprecher. In dem sowieso eher trockenen Bundesland liege der vieljährige Mittelwert bei 470 Litern Niederschlag pro Quadratmeter.

Das Saarland war mit rund 925 Litern pro Quadratmeter das niederschlagsreichste Bundesland. Obwohl Bayern das insgesamt kühlste Bundesland war, stellte es mit einem Durchschnittswert von 9,9 Grad Celsius einen neuen Temperaturrekord auf.

Der absolute Hitzerekord wurde in Bernburg (Sachsen-Anhalt) gemessen. In der Stadt an der Saale wurden am 31. Juli 39,5 Grad Celsius erreicht. Die kälteste Nacht wurde in Reit im Winkl in Bayern registriert, wo die Temperatur am 28. Februar auf 22,1 Grad unter Null sank.

Insgesamt waren von April bis November alle Monate ausnahmslos zu warm, zu trocken und sonnenscheinreich. Erst im Dezember ging anhaltende Trockenheit mit ergiebigen Niederschlägen zu Ende. Mit einer Durchschnittstemperatur von 10,4 Grad Celsius war 2018 das wärmste Jahr seit Messbeginn im Jahr 1881.

koe/dpa/AFP

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