Zehn-Punkte-Manifest So kann Deutschland den Klimawandel bewältigen


10. Der Unsinn der autofreien Sonntage

In der öffentlichen Diskussion wird bis auf den heutigen Tag nur die Vermeidung als tugendhaftes Verhalten dargestellt, selbst wenn sie sich zumeist auf rein symbolisches und weitgehend unwirksames Tun bezieht, also autofreie Sonntage, Verzicht auf Fernreisen oder öffentliche Veranstaltungen. Diese Wahrnehmung ist insofern nicht unproblematisch, weil bei den Akteuren der Eindruck erweckt wird, man habe sich hinreichend für den Schutz des Klimas eingesetzt.

Eine Revision bzw. Ergänzung hin zu einer proaktiven Haltung zur Vorsorge und zu notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen, wie sie essentiell ist zum Schutz der Gesellschaft vor dem sich wandelnden Klima und damit zur Reduktion der Verletzlichkeit unsere Lebensgrundlagen, unterbleibt aber. Eine wirksame Verteidigung unserer Lebensgrundlagen erfordert in den kommenden Jahren und Jahrzehnten Vorsorge. Darum muss es jetzt gehen.

zurück zur Einführung...

insgesamt 20 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
lebock 03.09.2008
1. ...
Zitat von sysopEine neue Studie führt Deutschland drastisch vor Augen, wie sich das Klima in der Republik bis 2100 verändern wird. Die Politik muss nun handeln, fordern die Forscher Hans von Storch und Nico Stehr - und verlangen, nicht nur über CO2-Reduzierung nachzudenken. Sondern auch, sich für das Unvermeidliche zu rüsten. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,576032,00.html
"Wie Deutschland den Klimawandel bewältigen kann" der Titel was ganz den globalen Geist der Zeit repräsentiert!
timbuktu 03.09.2008
2. Teilweise richtig
Ich finde diesen Beitrag im Grundsatz recht interessant, denke aber er wird bei vielen Lesern zu der Einschätzung führen, das es sowieso egal ist, was wir machen, es ist sowieso zu spät... Genau das ist aber falsch. Je eher wir anfangen und je mehr wir die Emmissionen verringern, um so grösser sind die Chancen, das zumindest auch unsere Kinder und Enkel noch eine Welt vorfinden, in der sie leben können. Natürlich werden wir uns auch an den Klimawandel anpassen müssen, das sollte aber nicht dazu führen, das wichtige Ziel aus den Augen zu verlieren, die Emmissionen so weit wie irgendmöglich zu senken. Eine grosse Hoffnung sind die steigenden Energiepreise, die automatisch dazu führen werden, das mit fossilen Energieträgern sparsamer umgegangen wird... Das Manifest liefert also leider keine echten Lösungen, es besteht die Gefahr, sich auf die Anpassung zu konzentrieren. Also Lungenkrebs bekämpfen ohne mit dem rauchen aufzuhören.
Kalix 03.09.2008
3. Schnell abhaken
In NS (Doerpen) will ein Schweizer Unternehmen ein Kohlekraftwerk bauen, welches in der Schweiz aufgrund seines Ausstosses von 5 MIO TO CO2 keine Zulassung erhielte. Das KKW ist geplant ohne Wärmekoppelung; diese ist abhängig von der Zusage eines Großunternehmens (Nordland-Papier), dass man auf xJahre diesen Standort beibehalten will. Nur; diese Zusage ist von Nordland - Papier nicht zu erhalten. In der Summe: Die Politik will auf Teufel komm raus bauen, gegen jede ökologische, medizinische und wirtschaftliche Vernunft. Hony soi qui mal y pense.
mexi42 03.09.2008
4. Klimawandel
Wann begreift man, dass das CO2 irrelevant für Temperaturerhöhungen ist? Es ist der Wasserdampf und die Wolkenbildung. Schickt die Panik verursachenden alten Herren in Rente, incl. Publikationsverbot. Vor 7000 Jahren war es wärmer als heute - ohne CO2.
baiatul, 03.09.2008
5. Schon der Hammer
Zitat von sysopEine neue Studie führt Deutschland drastisch vor Augen, wie sich das Klima in der Republik bis 2100 verändern wird. Die Politik muss nun handeln, fordern die Forscher Hans von Storch und Nico Stehr - und verlangen, nicht nur über CO2-Reduzierung nachzudenken. Sondern auch, sich für das Unvermeidliche zu rüsten. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,576032,00.html
Was sicher nicht verkehrt ist. Aber was eigentlich schon der Hammer ist: Die Leute, die da ständig davor gewarnt haben, hat man für blöd erklärt. Nun ist es soweit. Das Klima ist versaut. Welche Auswirkungen das insgesamt hat, weiss niemand. Reicht ja auch, wenn's die Leute wissen, wenn's soweit ist. Und alles ist irgendwie so seltsam normal. Das Klima ist halt versaut. Und da sollten wir uns jetzt halt drauf einstellen. Halt so. Genau wie: Deutschland ist im Krieg. Das sollen wir halt zur Kentnis nehmen. Sonst passt das nicht so richtig. Oder: Die staatliche Rente ist vergeigt. Das soll man halt mit einberechnen fürs Alter. Alles wird solange ignoriert, bis der Weihnachtsbaum brennt. Und dann soll man sich halt drauf einstellen. Brennt halt der Baum. Ist doch ganz normal. Ein Glück, wer woanders wohnt, aber man kann ja nicht helfen. Und keiner ist da, der die Verantwortlichen aufknüpfen will.... Auch die Grünen, die das Ganze haben kommen sehen, scheinen da keinen politischen Punkt dafür zu machen. Den Leuten ist das wurscht. Die denken, was sind schon drei Grad. Ohne sich auch nur im geringsten drüber klar zu sein, welch ätztend scheußliches Wetter da kommt. Ein Leben lang. Für die Kinder, für die Enkel, für die Urenkel.... Egal. Muß man sich halt drauf einstellen....
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.