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Neuer Zündstoff für die Rauch-Debatte

aus DER SPIEGEL 15/1980

»Allenfalls störend« oder auch »irritierend für Nase und Augen« wurde der blaue Dunst der Raucher für die nichtrauchenden Mitbürger bislang meist eingestuft. Doch nun hat eine Untersuchung an insgesamt 2100 Personen in Kalifornien gezeigt, daß auch Nichtraucher, die am Arbeitsplatz über Jahre dem Tabaksqualm ausgesetzt sind, »meßbaren körperlichen Veränderungen unterliegen«. Wie das Forscherteam von der Universität Kalifornien ermittelte, waren die Schäden an den feinsten Verästelungen der Bronchien und den Lungenbläschen der Passivraucher »erheblich geringer als bei mäßigen Rauchern (20 Jahre oder länger 11 bis 39 Zigaretten täglich) oder gar schweren (mehr als 40 Zigaretten täglich)«. Aber die unfreiwillig Mitrauchenden schnitten bei den Messungen der Lungenkapazität durchweg schlechter ab als Menschen, die genausolange in rauchfreien Räumen gearbeitet hatten. Die Befunde in der Gruppe der Passivraucher entsprachen denen der Gruppe der Leichtraucher, also der Leute, die mindestens zwei Jahrzehnte lang täglich eine bis zehn Zigaretten geraucht hatten.

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