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Ohne Orientierung beim Autofahren

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aus DER SPIEGEL 13/1986

Fahrzeuglenker, die auf monoton verlaufenden Straßen plötzlich in Panik geraten und die Spur nicht mehr einhalten können, leiden womöglich an einer Erkrankung ihres Gleichgewichtsorgans im Innenohr. Englische Medizinwissenschaftler haben, wie das Fachblatt »Medical Tribune« berichtet, die Ursachen dieses sogenannten grundlosen Orientierungsverlustes jetzt anhand von mehreren Patienten erstmals beschrieben. Die Störung des Gleichgewichtssinns, welche bei den Fahrern wahrscheinlich ständig latent vorhanden ist, tritt demnach nicht weiter in Erscheinung, solange die visuelle Stabilisierung über das Auge funktioniert: durch rechts und links von der Straße stehende Bäume, durch Hecken und Häuser oder durch andere Autos. Die Fehlsignale aus dem Innenohr können sich dagegen fatal auswirken, wenn das Auge keinen Halt mehr findet weil die Straße ohne Begrenzung fließend in die Landschaft übergeht oder nach einem Hügelkamm bergab führt. Raser sind dabei gefährdeter als andere. Bei ihnen, so die Mediziner, träten die Symptome Übelkeit. Schwindel, Desorientiertheit) stärker auf.

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