Über Flughafen in Frankfurt Omikron-Variante mit »sehr hoher Wahrscheinlichkeit« in Deutschland angekommen

»Es besteht ein hochgradiger Verdacht«, dass die Omikron-Variante des Coronavirus über den Flughafen Frankfurt in Deutschland angekommen ist. Das teilte Hessens Sozialminister Klose mit. Ein Rückkehrer aus Südafrika wurde isoliert.
Kontrollschranke bei Einreise am Flughafen in Frankfurt/Main

Kontrollschranke bei Einreise am Flughafen in Frankfurt/Main

Foto: Boris Roessler / dpa

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose »mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit« in Deutschland angekommen. Das teilte der Grünen-Politiker am Samstagmorgen auf Twitter mit. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden worden.

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»Es besteht also ein hochgradiger Verdacht, die Person wurde häuslich isoliert. Die vollständige Sequenzierung steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus«, twitterte der in Hessen auch für Gesundheit zuständige Minister. Nach Angaben des Ministeriums in Wiesbaden reiste die Person über den Frankfurter Flughafen ein.

Auch in Tschechien besteht der Verdacht, dass die Omikron-Variante des Coronavirus aufgetreten ist. Wie das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit mitteilt, ist eine Person betroffen, die sich in Namibia aufgehalten hat. Weitere Tests würden noch unternommen.

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Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Omikron-Variante (B.1.1.529) wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als »besorgniserregend« eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die neue Variante hat, steht allerdings noch nicht fest. Bis es darüber Klarheit gebe, kann es laut WHO noch Wochen dauern.

Als Vorsichtsmaßnahme beschränkt die Bundesregierung von Sonntag an die Einreise aus Südafrika und sieben weiteren afrikanischen Ländern.

Derweil warnte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, vor der Entstehung noch gefährlicherer Varianten des Coronavirus: »Meine große Sorge ist, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola«, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die neue südafrikanische Variante B.1.1.529 sei ein gutes Beispiel dafür, dass man dem Virus keine Chance zur Mutation geben dürfe.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte in den ARD-»Tagesthemen«, wenn die möglicherweise gefährliche Variante auch Deutschland erreichen würde, dann wäre das ein riesiges Problem. »Denn es ist nichts schlimmer, als eine besonders gefährliche Variante in eine laufende Welle hineinzubekommen.« Die Variante scheine für Geimpfte und Ungeimpfte gefährlich zu sein. »Daher müssen wir mit Reisebegrenzungen hier arbeiten, hier zählt wirklich jeder Tag, der gewonnen werden kann, bis diese Variante kommt.«

oka/dpa