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Orthopoxviren Wohl erster Mensch nach Infektion mit Alaskapocken-Virus gestorben

Nur sieben Infektionen sind bisher bekannt, nun ist erstmals ein Mensch gestorben, der sich mit dem Alaskapocken-Virus infiziert hatte. Über das Virus, das wohl von kleinen Säugetieren übertragen wird, ist vieles unklar.
Das Alaskapocken-Virus kommt vor allem in kleinen Säugetieren vor, wie in dieser Wühlmaus aus Kanada und den nördlichen USA

Das Alaskapocken-Virus kommt vor allem in kleinen Säugetieren vor, wie in dieser Wühlmaus aus Kanada und den nördlichen USA

Foto: Michael Penn / AP

Erstmals entdeckt wurde das sogenannte Alaskavirus im Jahr 2015, seitdem registrierten die Behörden nur sechs weitere Fälle. Nun ist wohl zum ersten Mal ein Mensch nach einer Infektion mit den Alaskapocken-Virus gestorben.

Es handelt sich um einen älteren Mann von der Kenai-Halbinsel in Alaska, der wegen einer Krebsbehandlung schon geschwächt war, teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden in einem Bulletin  mit. Demnach sei der Mann im November ins Krankenhaus eingewiesen worden, nachdem sich eine Infektion auf seiner Haut ausgebreitet habe und er seinen rechten Arm schlechter bewegen konnte. Er sei Ende Januar verstorben.

Das Alaskapocken-Virus gehört – wie etwa auch das Affenpockenvirus – zu den Orthopoxviren und kommt wohl vor allem in kleineren Säugetieren wie Wühlmäusen vor. Bislang ist das Virus nur aus Alaska bekannt. Wie weit es aber genau verbreitet ist und wie es sich genau überträgt, ist noch nicht erforscht. Alle zuvor bekannten Infektionen bei Menschen waren gut verlaufen.

Auch wie sich der nun gestorbene Mann angesteckt haben könnte, war zunächst nicht klar. Möglicherweise habe er sich bei einer streunenden Katze infiziert, hieß es von den Behörden.

lki/dpa