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Medizintechnik Phantastische Reise ins Innere

aus DER SPIEGEL 4/1995

Einen fernsteuerbaren Roboter, mit dessen Hilfe Ärzte im Darm eines Patienten Krebsgeschwülste suchen und Gewebsproben entnehmen können, hat der 22jährige Student James McLurkin vom Labor für Künstliche Intelligenz am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt. Das Raupenfahrzeug mit dem Namen Cleo mißt in Höhe, Breite und Länge jeweils 2,5 Zentimeter. Zwar konnten Ärzte all die mit Cleo möglichen Untersuchungen auch mit der bislang üblichen Darmspiegelung machen, erklärte der mit dem Projekt verbundene Chirurg Richard Satava, »aber dazu muß man eine lange Röhre in den Patienten stecken, und das ist äußerst unbequem«. Mit dem Mikroroboter sei die Untersuchung sehr viel weniger schmerzhaft und weniger gefährlich. McLurkin will die Technik noch weiter verfeinern und rechnet in wenigen Jahren mit einem Diagnoseroboter von nur noch einem Kubikzentimeter Größe, der auch den menschlichen Dünndarm und andere Körperorgane durchwandern könnte.

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