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PSYCHOLOGIE Phantom vom Foto

aus DER SPIEGEL 50/1999

Britische Psychologen haben ein neues Verfahren zur Erstellung von Fahndungsbildern entwickelt, das zu größerer Übereinstimmung zwischen der Realität und dem Phantombild führen kann. Normalerweise stellt der Fahnder nach der Erstbeschreibung des Zeugen ein Bild zusammen, dessen Details dann verändert werden. Die im Anfangsbild enthaltenen Fehler können, so die Forscher, »das Gedächtnis des Zeugen überschatten«. Das neue Verfahren startet mit einer Art Kinderzeichnung, bei der die Augen als Punkte, Nase und Mund als Striche angedeutet sind. Die Grundzüge des »Minimalgesichts« werden nach Zeugenangaben schrittweise am Monitor ausgebildet. Das Puzzleverfahren, das in Tests erprobt wurde, bei denen die Teilnehmer jeweils Phantombilder nach zuvor gezeigten Fotos erstellten, erwies sich der gängigen Praxis als eindeutig überlegen.

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