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MEDIZIN Pille für den Mann

aus DER SPIEGEL 22/2008

Während die Frauen schon vor rund 4000 Jahren mit Krokodildung und Akazienhonig-Tampons Empfängnisverhütung betrieben, ist die »Pille für den Mann« immer noch ein Wunschtraum. Versuche mit Hormonspritzen und Implantaten scheiterten. Der Pharmakonzern Bayer stieg 2007 aus der Forschung aus. Nun wagt das Osloer Unternehmen Spermatech einen neuen Anlauf. Mit »Small molecules«, winzigen chemischen Gebilden, die direkt ins Blut gehen, sollen schnelle Samenzellen gebremst werden. Um den richtigen Wirkstoff zu finden, wurde das Hamburger Unternehmen Evotec mit ins Boot geholt. Die Firma besitzt eine Datenbank mit 250 000 arzneiähnlichen Substanzen. »Einige davon«, so eine Sprecherin, »haben im Test bereits bewiesen, dass sie Spermien lahmlegen können.«

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