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MEDIKAMENTE Pillen unter der Haut

aus DER SPIEGEL 5/1999

Die »Apotheke auf einem Chip« ist der Verwirklichung ein gutes Stück nähergerückt. Chemiker und Materialforscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge haben den Prototyp eines 0,3 Millimeter dicken Mikrochips von 17 Millimeter Seitenlänge gefertigt, der aus 34 Reservoirkammern exakt kontrolliert die dort gespeicherten Substanzen freigibt. Nach den Angaben der Arbeitsgruppe ließen sich mit modernen Mikrotechniken in einem Chip dieser Größe sogar bis zu 1000 Kammern für Arzneistoffe oder andere Chemikalien unterbringen. Aber es seien auch schon Chips mit nur zwei Millimeter Seitenlänge möglich. Als Abdeckmaterial für die Kammern in dem Silikonchip benutzen die MIT-Wissenschaftler gewebeverträgliche Goldmembranen. Mit dem Verfahren ließe sich auch ein »Labor auf dem Chip« entwickeln, das etwa zur Diagnose von Magenleiden geschluckt werden könnte.

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