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Puzzle für die Kripo

aus DER SPIEGEL 3/1972

Japans Kommissare jagen schon damit: Die Photofirma Minolta hat ein Gerät entwickelt, das synthetische Steckbrief-Photos liefert. Während bisher Konterfeis unbekannter Täter nach Zeugenaussagen aus freier Hand oder mit Hilfe von Schablonen gezeichnet werden, kombiniert der neue »Synthesizer« typische Gesichtsmerkmale aus jeweils vier Photovorlagen. Das nahtlose Puzzle-Bild erscheint sogleich auf einem Monitor, kann photographiert, magnetisch gespeichert und auch direkt in Fernsehsendungen eingeblendet werden. Minolta empfiehlt das Gerät zudem als Hilfsmittel für Schönheitschirurgen, Modisten und Designer, die damit verschiedene Varianten ihrer Entwürfe proben könnten. Erste westdeutsche Kunden waren aber doch Polizeifahnder; dem Landeskriminalamt in Düsseldorf erschien der Preis von nahezu 7000 Mark für ein Verbrecher-Mischpult als angemessen.

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