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GEOPHYSIK Radarstrahl am Stromboli

aus DER SPIEGEL 29/2001

Auf der Erde rauchen 600 aktive Vulkane, etwa 60 brechen pro Jahr aus. Sie blasen Magmafontänen in die Luft und Rauchpilze bis in die Stratosphäre. Wie schnell ein Lavabrocken aus dem Schlot rausfliegt, kann nun mit Hilfe eines ingeniösen Messgeräts ermittelt werden: Am Forschungszentrum Geomar in Kiel steht eine hitzetaugliche Apparatur, die den Krater mit einem Radarstrahl erfasst. Bei Testläufen am Stromboli in Süd- italien ermittelten die Forscher Eruptionsgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h. Ausgerüstet mit Computern, hatten sie sich 350 Meter vom Kraterrand entfernt auf die Lauer gelegt und auch die Flughöhe der Trümmer (100 Meter) ermittelt. Mit diesen Werten wirkt der - bereits seit 40 000 Jahren rauchende - Feuerberg ziemlich behäbig. »Stratovulkane wie der Pinatubo«, so der Geophysiker Matthias Hort, »schleudern ihre basaltischen Fontänen fast schallschnell bis in Höhen von vier Kilometern.«

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