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Radikal-Operation der Brust einstellen

aus DER SPIEGEL 21/1978

Sogenannte radikale Brustkrebs-Operationen -- mit Ausräumung auch noch der Lymphdrüsen in der Achselhöhle sollten eingestellt oder nur noch unter besonderen Umständen vorgenommen werden. Diesen Schluß zogen zwei US-Chirurgen, nachdem sie die Überlebenszeit von 1686 an Brustkrebsoperierten Frauen untersucht hatten. Das Ergebnis, bezogen auf den Zustand von fünf beziehungsweise zehn Jahren nach der Operation: Zwischen Patientinnen, deren erkrankte Brust ganz abgenommen, und solchen, denen nur die eigentliche Krebsgeschwulst in der Brust entfernt wurde, gibt es statistisch »keine bedeutsamen Unterschiede«. Gleich hoch, so die Mediziner in dem Fachblatt »Archives of Surgery«, war bei den Untersuchten auch die Zahl von Krebs-Neubildungen in der zweiten Brust -- in beiden Gruppen je 8 Prozent.

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