Rekordjahr In Sydney war es noch nie nasser

Surfen bei Sonnenschein, Schwimmen unter blauen Himmel? Von wegen. In Sydney ist es seit Monaten einfach nur grau und verregnet. Nun haben Meteorologen 2022 als nassestes Jahr in der Geschichte eingestuft.
Die berühmte Oper in Sydney (Archivbild): Grau, grau, grau sind alle ihre Farben...

Die berühmte Oper in Sydney (Archivbild): Grau, grau, grau sind alle ihre Farben...

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DAVID GRAY / REUTERS

So viel Regen gab es in Sydney noch nie: Nach neuen heftigen Regenfällen in der australischen Großstadt haben Meteorologen 2022 nun offiziell als nassestes Jahr in der Geschichte eingestuft. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 1950, als 2194 Millimeter Regen in der Millionenstadt verzeichnet wurden, sei am Mittag (Ortszeit) gebrochen worden, berichtete die Nachrichtenagentur AAP unter Berufung auf die Behörden.

Und: Bis zum Jahresende werden weitere schwere Niederschläge erwartet.

In zahlreichen Orten des Bundesstaates New South Wales an der Ostküste gab es Warnungen vor neuen Überschwemmungen. Darunter sind die berühmte Weinbauregion Hunter Valley und der Großraum Sydney. »Wir erwarten erhebliche Regenmengen, manchmal werden die üblichen monatlichen Niederschläge in wenigen Tagen erreicht«, sagte Sean Kearns vom Notdienst der Region (SES). Urlauber wurden davor gewarnt, Campingplätze in der Nähe von Flüssen aufzusuchen.

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Australiens Ostküste war in diesem Jahr bereits mehrfach von außergewöhnlich starken Regenfällen und Überflutungen betroffen. Anfang Juli wurden Gebiete in Sydney meterhoch überflutet. Verantwortlich war ein mächtiges Tiefdruckgebiet zwischen Australiens Ostküste und der Nordinsel Neuseelands.

Auch im Februar und März gab es rund um die Großstadt und in weiten Teilen von New South Wales und Queensland heftige Überschwemmungen. Mehrere Menschen kamen bei den schweren Unwettern ums Leben, Tausende Personen mussten vor den Wassermassen fliehen. Damals war die Stadt Lismore in New South Wales besonders betroffen. Bürgermeister Steve Krieg beschrieb die Situation als »beispiellos« und »lebensbedrohlich«.

In Sydney hatte es dabei zweieinhalb Wochen lang fast ununterbrochen geregnet. Meteorologen sprachen damals schon vom nassesten Jahresbeginn in der größten Stadt des Landes seit Beginn der dortigen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1858.

Australien ist besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen.

aar/dpa
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