Nur noch »moderat« RKI stuft Coronarisiko herab

Maske (Symbolbild): Empfehlungen zum Schutz vor Ansteckung bleiben bestehen
Foto: Georg Hochmuth / dpaDas Robert Koch-Institut (RKI) hat das Coronarisiko von hoch auf moderat herabgestuft. »Die derzeitige Gefährdung durch Covid-19 für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird insgesamt als moderat eingeschätzt«, heißt es im Corona-Wochenbericht des RKI vom Donnerstagabend. Zuvor hatte es längere Zeit von hohem Risiko gesprochen.
Übertragung, Krankheitsschwere und Ressourcenbelastung des Gesundheitswesens durch Covid-19 gingen zurück, begründet das RKI den Schritt auf seiner Webseite zur Risikobewertung. Mit der Omikron-Variante verlaufe die Krankheit weniger schwer, hinzu komme eine breite Bevölkerungsimmunität. Eine Wiederhochstufung bei Verschlechterung der Lage sei aber nicht ausgeschlossen.
Empfehlungen zum Schutz vor Ansteckung
Das RKI rät weiterhin dazu, Empfehlungen zum Schutz vor Ansteckung umzusetzen: Man solle zum Beispiel zu Hause bleiben, wenn man krank ist, in Innenräumen Maske tragen und häufig lüften. Hintergrund sind auch andere Atemwegserreger, bei denen in den kommenden Wochen noch mit erhöhter Verbreitung gerechnet wird.
Am Donnerstag fiel die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr nach rund drei Jahren, in einigen Bundesländern war sie schon zuvor gefallen. Dabei handelte es sich um eine der letzten verbliebenen Coronamaßnahmen – von einem Freedom-Day kann dennoch nur bedingt die Rede sein. Mehr dazu lesen Sie hier .
Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit gestiegen
Ältere Menschen mit Vorerkrankungen oder mangelndem Immunschutz haben laut RKI das größte Risiko für schwere Verläufe. Jüngere Menschen könnten weiterhin Langzeitfolgen entwickeln. Damit sei das Vermeiden einer Coronainfektion »grundsätzlich sinnvoll«, hieß es.
Zur Entwicklung der im Labor bestätigten und ans RKI gemeldeten Coronafälle berichtet das RKI für die vergangene Woche von einem leichten Anstieg auf niedrigem Niveau. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sei im Vergleich zur Woche zuvor um 16 Prozent gestiegen, heißt es im Wochenbericht. Bei der Zahl der Menschen, die mit schwerer akuter Atemwegsinfektion und Covid-19-Diagnose im Krankenhaus behandelt wurden, habe sich der länger anhaltende Rückgang etwas abgeschwächt. Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten sank laut Bericht weiter deutlich.