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Schäden durch Sonnenbrillen

aus DER SPIEGEL 21/1990

Jede dritte Sonnenbrille ist als Schutz gegen kurzwelliges Licht und ultraviolette Strahlung untauglich: Zu diesem Urteil kamen Augenärzte auf einem Symposium in Hamburg. Brillengläser, die nur das sichtbare Sonnenlicht dämpfen, sind nach Ansicht der Mediziner gefährlich, weil sie die natürlichen Schutzmechanismen der Augen außer Kraft setzen: Während hinter den dunklen oder farbig getönten Gläsern die Augenlider und Pupillen weit geöffnet bleiben, können schädliche, kurzwellige Strahlen ungehindert ins Augeninnere dringen. Mögliche Folge: Hornhaut- und Netzhautschäden, vor allem aber Läsionen der Augenlinsen, die zum grauen Star und damit zur Blindheit führen können. Wirksamen Schutz dagegen bieten, am Strand wie im Solarium, nur Brillengläser aus Glas oder Kunststoff, die den UV- und kurzwelligen Strahlenanteil fast völlig herausfiltern.

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