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Schenkel gestrafft

aus DER SPIEGEL 47/1971

»Fast wie bei Abtreibungen« war es anfangs, berichtet Dr. Dorothea Weybright aus West Palm Beach (US-Staat Florida) von ihrer Praxis als Schönheitschirurgin. Vor zwei Jahrzehnten ließen sich jährlich nur 15000 Amerikaner aus eher ästhetischen als medizinischen Gründen operieren. Jetzt sind es eine halbe Million. Und den Wunsch, ein neuer Mensch zu werden, erfüllen sich Angehörige aller Sozialklassen. Längst müssen die Operateure außer dem Raffen von Altersfalten und dem Glätten von Nasenhöckern »body sculpture« -- Körperplastik -- beherrschen, denn die US-Bürger legen auch ihre zu üppigen Schenkel, Brüste, Bäuche und Gesäße unter das korrigierende Skalpell. Und an der Universität von Chicago lernen jetzt Studenten der Kieferchirurgie eigens bei Kunst-Professor Virginio Ferrari das Modellieren von Köpfen.

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