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Schluckimpfung für Füchse

aus DER SPIEGEL 30/1982

Vor vier Jahren legten Schweizer Veterinäre in einem Gebiet zwischen Genfer und Thuner See erstmals mit Tollwut-Viren infizierte Hühnerköpfe aus. Die neuartige Schluckimpfung (SPIEGEL 12/1979) sollte die Hauptüberträger der Krankheit - die Füchse - immunisieren und damit die Seuchenkette unterbrechen. Seit nunmehr 18 Monaten gilt das Testgebiet als tollwutfrei. Dieser Erfolg veranlaßt die Impf-Gruppe um den Berner Professor Franz Steck, die Aktion in diesem Sommer auf den Alpenraum zwischen Zürich und Genf auszudehnen. Der Impferfolg widerlegt auch Befürchtungen französischer Forscher, die gewarnt hatten, der im Labor gezüchtete Virenstamm könnte seine Infektionskraft zurückerlangen. Dennoch hält es Konrad Bögel von der Weltgesundheitsorganisation für angebracht, Hühnerkopf-Aktionen auf Gebiete zu beschränken, die sich streng kontrollieren lassen.

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