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St. Helens-Ausbruch: Kraft einer H-Bombe

aus DER SPIEGEL 33/1981

Die Sprengkraft, die beim großen Ausbruch des Vulkans Mount St. Helens am 18. Mai letzten Jahres freigesetzt wurde, entsprach der der bislang stärksten je explodierten Wasserstoff-Bomben: etwa 35 Megatonnen (entsprechend 35 Millionen Tonnen des herkömmlichen Sprengstoffs TNT). Dies haben zwei amerikanische Wissenschaftler errechnet, indem sie die Meßdaten von Mikrobarographen-Stationen in Westdeutschland und in den USA sowie seismographische Aufzeichnungen vom St. Helens-Ausbruch mit den Kurven von H-Bomben-Explosionen aus dem Jahr 1962 verglichen. Die von dem Ereignis im Nordwesten der Vereinigten Staaten ausgehenden Infraschallwellen wurden beispielsweise sieben Stunden später von Mikrobarographen in Hamburg und Buchholz (in der Nordheide) registriert. Drei steile Zacken, die jeweils eine Druckschwankung von über einem Zehntel Millibar anzeigten, kündeten von dem Ereignis.

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