Mitten in der vierten Welle Stadt Hamburg vergisst die Eröffnung eines Impfzentrums

Impfen ohne Termin und Anmeldung – so lautete das Versprechen. Hunderte Hamburger warteten am Samstag geduldig im Schmuddelwetter. Doch die Türen blieben geschlossen.
Ein Hamburger Impfzentrum, das tatsächlich öffnete

Ein Hamburger Impfzentrum, das tatsächlich öffnete

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Markus Scholz / dpa

Wie in vielen deutschen Städten bilden sich auch in Hamburg in diesen Tagen lange Schlangen vor den Impfstellen. Viele Menschen wollen sich boostern lassen. Andere kommen, aufgeschreckt von den 2G-Regeln, um sich die erste Impfung abzuholen. Da Impfzentren geschlossen worden waren, müssen die Ämter nun alles neu organisieren.

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Das ging in der Hansestadt am Wochenende schief. Hunderte Menschen warteten am richtigen Ort zur richtigen Zeit: Im Hamburger Stadtteil Altona sollte sich am Samstag jeder ohne Anmeldung impfen lassen dürfen. So hatte es die Sozialbehörde versprochen und noch am Morgen zum Impfen aufgerufen. Doch die Türen öffneten sich nicht, wie Wartende bei »t-online« berichten. Offenbar hatte die Stadt die Eröffnung der Impfstelle schlicht vergessen.

Ein Twitter-Video zeigt, wie die Polizei die lange Warteschlange schließlich auflöst. Über Lautsprecher hieß es: »Am heutigen Tag findet hier keine Impfung statt.« Bis dahin standen viele Menschen schon stundenlang an. »Es hat stark geregnet, und viele ältere Personen waren vor Ort, also Risikogruppe«, sagte ein Anwesender »t-online«. Die Sozialbehörde teilte dem Portal mit, es handele sich um ein Missverständnis.

Etwa 250 Menschen hätten im Hamburger Schmuddelwetter mit Mindestabständen in der langen Reihe gewartet, so der Augenzeuge. Der Hinweis, dass in zwei Shoppingcentern mit Impfstellen die Kapazitäten erweitert würden, dürfte nur ein schwacher Trost gewesen sein. Denn auch dort waren die Schlangen und Wartezeiten lang, und nicht jeder kam noch rein.

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Ende August hatte die Stadt das Impfzentrum in den Hamburger Messehallen geschlossen, eines der größten in Deutschland. Bis zu 4000 Mitarbeiter sorgten dort für insgesamt mehr als eine Million Impfungen in acht Monaten.

In der vergangenen Woche hatten sich dann lange Schlangen an einem Hamburger Wahrzeichen gebildet, das zum temporären Impfzentrum umfunktioniert wurde: Als »schönstes Wartezimmer« der Stadt öffnete die Elbphilharmonie erneut ihre Türen für Impfwillige. Neben Auffrischungs- wurden auch viele Erstimpfungen verabreicht, berichtete das medizinische Personal.

fww
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