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Strahlenschäden an Pflanzen

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aus DER SPIEGEL 37/1985

Vierzig Jahre nach den Atombombenabwürfen von Hiroschima und Nagasaki haben amerikanische und japanische Botaniker jetzt erstmals Pflanzen aus den Atombomben-Städten auf Strahlenschäden untersucht. Dabei entdeckten die Wissenschaftler an Farnen - die wegen ihrer gut erforschten genetischen Eigenschaften als Untersuchungsobjekt ausgewählt wurden - gravierende Veränderungen des Erbguts. So waren viele der untersuchten Farne nicht mehr in der Lage, sogenannte Gametophyten auszubilden, etwa fingernagelgroße, unabhängige Organismen, aus denen durch Befruchtung junge Pflanzen entstehen. Bei Farnen mit intakten Fortpflanzungstrieben stießen die Wissenschaftler auf unvollständige Wurzeln und mißgebildete Blätter. Bei anderen Pflanzen, etwa Bäumen, vermutet Edward J. Klekowski, Pflanzengenetiker an der University of Massachusetts in Amherst, seien die unsichtbaren genetischen Schäden »wahrscheinlich sogar noch größer«.

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