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MEDIZIN Tabak stoppt Babys

aus DER SPIEGEL 29/2001

Rauchen während der Schwangerschaft erhöht das Risiko von Aborten und führt dazu, dass Babys nach der Geburt schwächeln (in ihrem Urin schwimmen krebserregende Stoffe). Jetzt hat eine Forschergruppe aus Boston eine weitere Hiobsbotschaft vorgelegt: Zigarettenqualm schädigt auch die Eizelle der Frau und führt zu Unfruchtbarkeit. Eine Schlüsselrolle bei dem Prozess spielen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die im Tabakrauch, aber auch in Motorabgasen enthalten sind. Die Giftmoleküle docken an einen Rezeptor auf der Eizelle an und lösen eine Kaskade aus, die zu ihrem Tod führt. Bei ihren Experimenten arbeiteten die Mediziner auch mit weißen Mäusen, denen menschliches Eierstockgewebe unter die Haut gepflanzt wurde. Nach einer Injektion von PAK stieg die Zahl der degenerierten Eier sprunghaft an. Auch der frühere Eintritt der Wechseljahre bei rauchenden Frauen, so die Autoren, werde durch diesen schädigenden Prozess ausgelöst.

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