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ARCHÄOLOGIE Tamtam um Tut

aus DER SPIEGEL 22/2008

Durch Balsam versuchten die Ägypter, ihrem Pharao Tutanchamun das ewige Leben zu schenken. Zur ewigen Geldvermehrung zumindest taugt seine Mumie bis heute. Gleich drei europäische Großstädte präsentieren Geschmeide aus dem Zauberreich des Gottkönigs. Die Schau in London zeigt 50 Originalstücke aus dem Grabmal, darunter die Goldkrone sowie einen Kanopenkasten mit den Organen des Herrschers. Über eine Million Besucher kamen schon, die britische Presse meldet »Tutmania«. Am 29. Juni endet eine Ausstellung in Zürich; die im Wiener Museum für Völkerkunde wartet noch bis Ende September mit 140 Pretiosen auf. Archäologen verfolgen den Rummel um Tut mit Sorgen. Zu leichtfertig verleihe Ägyptens Antikendienst gegen viel Geld seine Pharaonenschätze und nehme so Risiken einer Beschädigung in Kauf. Die Ausstellung in London war zuvor bereits durch vier US-Städte getourt und lockte dort drei Millionen Schaulustige an. Die Ägypter brauchen das Geld für das neue Supermuseum, das am Fuß der Pyramiden geplant ist.

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